Benedikt XVI. irritiert das Judentum

Ein jüngst publizierter aufsatz des emeritierten Papstes scheint hinter die aussagen des II. Vatikanums über die Juden zurückzugehen.

Von Martin Jäggle

Jüdisch-christlicher Dialog als Widerstand gegen Antisemitismus

Christen und Juden heben bei Buchpräsentation im Jüdischen Museum Wien Bedeutung der Zusammenarbeit hervor - Potenziale der Konzilserklärung "Nostra aetate" noch nicht ausgeschöpft

Das Bekenntnis zum jüdisch-christlichen Dialog und dessen sichtbare Pflege auf Augenhöhe ist ein wichtiger Beitrag, um dem zuletzt wieder aufkeimenden Antisemitismus zu begegnen. Das war Tenor der Präsentation des Sammelbandes "Erneuerung der Kirchen - Perspektiven aus dem christlich-jüdischen Dialog" am Montagabend in Wien, bei der Vertreter der beiden Religionen teilnahmen: u.a. die katholischen Theologen Martin Jäggle und Wolfgang Treitler als zwei der vier Herausgeber des Buches, der Wiener Oberrabbiner Arie Folger sowie der Protestant Helmut Nausner und der Jude Willy Weisz vom christlich-jüdischen Koordinierungsausschuss. Begrüßt wurden die Gäste von Gastgeberin Danielle Spera, Direktorin im Jüdischen Museum.
Der Präsident des Koordinierungsausschusses, Martin Jäggle, beklagte den immer noch vorhandenen Antisemitismus im kirchlichen Alltag - und dies trotz der wegweisenden Konzilserklärung "Nostra aetate", mit der katholischerseits die bleibende Erwählung des Judentums, in dem das Christentum wurzelt, bestätigt wurde und damit dem jahrhundertelangen Antijudaismus die theologische Grundlage entzogen wurde. Als Beispiel nannte Jäggle eine Predigt, in der gesagt wurde, "man dürfe den Juden keine Vorwürfe machen, denn sie haben es nicht anders gewusst". mehr …

Buch

Einladung Erneuerung

ICCJ Konferenz in Budapest

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Jüdisches Leben in Krems

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Eine Spurensuche jüdischen Lebens auf dem Friedhof
Mit Mag. Ingrid Oberndorfer als fachkundiger Referentin machte sich eine Gruppe von ReligionslehrerInnen und StudentInnen auf, um zuerst den letzten (erkennbaren) Friedhof in Krems zu besuchen. Zur Einführung erklärte uns die begeisterte Historikerin, dass jüdische Geschichte in Niederösterreich über 1000 Jahre alt ist und es immer wieder durch die Jahrhunderte ein auf und ab in den Beziehungen gegeben hat. Ein Fixpunkt der jüdischen Gemeinde sollte jeweils der Friedhof sein, der nach jüdischem Recht auf ewig bestehen muss. Dass auch hier politische Veränderungen dieses Recht immer wieder ignoriert haben, ist auch in Krems nachvollziehbar. Auf viele Details wurde während des Weges durch den Friedhof hingewiesen.
Ein Kunstwerk von Hans Kupelwieser schwebt als Metallband in der Länge von 48 Metern über dem Boden und fordert Respekt. Diese Schwelle markiert eine Grenze zwischen Erinnern und Vergessen und thematisiert damit Vertreibung und Ermordung der Kremser Juden.
Trotz eisiger Kälte sind im Anschluss noch einige KollegInnen zu einem abgekommenen Friedhof mitgefahren, der heute als Weingarten in Verwendung ist.
EINIGE FOTOS
 
Website von Ingrid Oberndorfer: http://ingrid-oberndorfer.com/
Jüdische Friedhöfe in Krems: http://judeninkrems.at/judische-friedhofe-in-krems/