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Adunka, Evelyn

Die Wiener Israelitische Kultusgemeinde nach 1945 und ihre heutigen Probleme


Bis zu ihrer grausamen Zerstörung in der NS-Zeit war in Wien die drittgrößte jüdische Gemeinde Europas mit rund 188.000 Mitgliedern beheimatet. Das Zusammentreffen zwischen Ost- und Westjudentum bewirkte in Wien eine besonders große, heute aber vergessene innerjüdische Kreativität. Wien war der Sitz zahlreicher berühmter jüdischer Institutionen und Rabbiner und wurde zur Geburtsstadt des Zionismus. Während der Schoa wurden rund 65.000 österreichische Juden ermordet, 120.000 wurden vertrieben.

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Ames, Richard

Jüdische Philosophen

Ibn Gabirol – Jehuda Halevi – Moses Maimonides

Bevor ich von den drei bedeutenden jüdischen Philosophen Gabirol, Halevi und Maimonides berichte, möchte ich ein wenig ausholen und den historischen Hintergrund umreißen.
Es gibt verschieden lautende Erzählungen über die ersten Ansiedlungen von Juden auf der iberischen Halbinsel, also dem heutigen Spanien und Portugal. Einmal heißt es, dass sie mit den Phöniziern gekommen seien. Zum andern wird berichtet, bereits zur Zeit des babylonischen Exils – das 597 vor unserer Zeitrechnung begann – sollen sich einige Familien dort niedergelassen haben. Keine dieser Versionen ist historisch gesichert. Vielleicht ist es ein Sowohl-als-auch.

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Arnbom, Marie-Theres

„Grüß mich Gott!“

gruenbaum2Was erinnert heute noch an Fritz Grünbaum, diesen vielleicht bedeutendsten österreichischen Kabarettisten der Zwischenkriegszeit, Operetten-, Revue- und Drehbuchautor, Bühnen- und Filmschauspieler? Ein Flakturm im 6. Wiener Gemeindebezirk, der die Adresse Fritz Grünbaum-Platz 1 trägt. Eine Gasse in Wien-Süßenbrunn im 22. Bezirk. Eine fehlerhafte Gedenktafel am Kabarett Simpl. Einige wunderbare Werkausgaben und ein Lebensbild von Hans Veigl, das anlässlich des 60. Todestages von Fritz Grünbaum im Jahr 2001 erschien, geben uns eine Ahnung, wer dieser große Künstler war. 1998 geriet Fritz Grünbaum wieder in die Schlagzeilen, jedoch nicht auf Grund einer “Wiederentdeckung“, sondern auf Grund der Streitigkeiten um die ungeklärten Besitzverhältnisse eines in den USA beschlagnahmten Schiele-Bildes aus seinem Nachlass.

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Friedrich, Otto

Daheim in zwei Religionen

Ruth Steiner und ihr Bekenntnis zum Judentum und zum Christentum

Das Buch „Daheim in zwei Religionen“ von Ruth Steiner ist nicht ein großer Erinnerungsband, sondern es ist eine Zusammenstellung von Geschichten, welche die emeritierte Generalsekretärin der Katholischen Aktion Österreichs erzählt: Geschichten aus ihrer Biografie, die 1944 als Tochter jüdischer Österreicher auf den Philippinen begonnen hat, Geschichten von Ruth Steiners Engagement in der Kirche Österreichs – und da vor allem beim In-Gang-Setzen des Gesprächs zwischen Christen und Juden –, Geschichten von ihrem politischen Engagement, insbesondere was die Erinnerung an die Geschichte des 20. Jahrhunderts betrifft und Geschichten über die Zukunft – vor allem des Miteinanders von Christen und Juden.

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