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Geschichte
Adunka, Evelyn

Die Wiener Israelitische Kultusgemeinde nach 1945 und ihre heutigen Probleme


Bis zu ihrer grausamen Zerstörung in der NS-Zeit war in Wien die drittgrößte jüdische Gemeinde Europas mit rund 188.000 Mitgliedern beheimatet. Das Zusammentreffen zwischen Ost- und Westjudentum bewirkte in Wien eine besonders große, heute aber vergessene innerjüdische Kreativität. Wien war der Sitz zahlreicher berühmter jüdischer Institutionen und Rabbiner und wurde zur Geburtsstadt des Zionismus. Während der Schoa wurden rund 65.000 österreichische Juden ermordet, 120.000 wurden vertrieben.

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Predigten
Aichern, Maximilian

Für ein neues Miteinander

Worte bei der Gedenkkundgebung zur „Reichskristallnacht“ am Jüdischen Friedhof in Steyr am 8.11.2007

steyr_aichern07.jp

Geschätzer Herr Bürgermeister und geschätzte Mitglieder des Gemeinderates!
Geschätzter Herr Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde!
Liebe Vertreter der christlichen Kirchen!
Liebe Schwestern und Brüder, besonders liebe junge Menschen!

Die Gedenkkundgebung anlässlich der sogenannten „Reichskristallnacht“ ist hier in Steyr bereits zu einer guten Tradition geworden. Der jüdische Friedhof und Gedenktafeln in der Eisenstadt erinnern an die gewaltsam ausgelöschte jüdische Tradition in Steyr und das Leid der jüdischen Mitbürger in der NS-Zeit.

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Geschichte
Ames, Richard

Jüdische Philosophen

Ibn Gabirol – Jehuda Halevi – Moses Maimonides

Bevor ich von den drei bedeutenden jüdischen Philosophen Gabirol, Halevi und Maimonides berichte, möchte ich ein wenig ausholen und den historischen Hintergrund umreißen.
Es gibt verschieden lautende Erzählungen über die ersten Ansiedlungen von Juden auf der iberischen Halbinsel, also dem heutigen Spanien und Portugal. Einmal heißt es, dass sie mit den Phöniziern gekommen seien. Zum andern wird berichtet, bereits zur Zeit des babylonischen Exils – das 597 vor unserer Zeitrechnung begann – sollen sich einige Familien dort niedergelassen haben. Keine dieser Versionen ist historisch gesichert. Vielleicht ist es ein Sowohl-als-auch.

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Geschichte
Arnbom, Marie-Theres

„Grüß mich Gott!“

gruenbaum2Was erinnert heute noch an Fritz Grünbaum, diesen vielleicht bedeutendsten österreichischen Kabarettisten der Zwischenkriegszeit, Operetten-, Revue- und Drehbuchautor, Bühnen- und Filmschauspieler? Ein Flakturm im 6. Wiener Gemeindebezirk, der die Adresse Fritz Grünbaum-Platz 1 trägt. Eine Gasse in Wien-Süßenbrunn im 22. Bezirk. Eine fehlerhafte Gedenktafel am Kabarett Simpl. Einige wunderbare Werkausgaben und ein Lebensbild von Hans Veigl, das anlässlich des 60. Todestages von Fritz Grünbaum im Jahr 2001 erschien, geben uns eine Ahnung, wer dieser große Künstler war. 1998 geriet Fritz Grünbaum wieder in die Schlagzeilen, jedoch nicht auf Grund einer “Wiederentdeckung“, sondern auf Grund der Streitigkeiten um die ungeklärten Besitzverhältnisse eines in den USA beschlagnahmten Schiele-Bildes aus seinem Nachlass.

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Theologie

Beiträge aus unseren Veranstaltungen auf jcrelations.net

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Praxis

circumcision-jewishWilly Weisz

Ein sich selbst relativierendes Urteil

Das unfassbare Urteil des Kölner Landgerichts, das die Beschneidung von Buben aus religiösen Gründen zur strafbaren Handlung erklärt, ist ein Schlag ins Gesicht der mühsam errungenen Religionsfreiheit. Weit weniger kommentiert wird dabei der Versuch, die Eltern als Erzieher ihrer Kinder zu entmündigen und dem Staat das Vorrecht einzuräumen, den Familien weltanschauliche Werte aufzuoktroyieren.
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Theologie
Bodendorfer, Gerhard

Auschwitz stellt unser Reden über Gott in Frage


„Shoah” bedeutet Vernichtung, Zerstörung – mit diesem hebräischen Begriff wird seit Claude Lanzmanns Dokumentation „Shoah” der Völkermord am Judentum bezeichnet. Das aus dem religiösen Bereich stammende „Holocaust“ wurde durch Elie Wiesel bekannt und weist auf das biblische Ganzopfer hin (eine Opfergabe wurde zur Gänze verbrannt). Angesichts von Auschwitz hielt man es für fatal, von einem „Opfer” zu sprechen. Die Sinnlosigkeit, die Brutalität und das ganz und gar nicht Freiwillige soll verstehbar in Sprache ausgedrückt werden. Kein Wort ist aber imstande, die unfaßbare, grauenhafte und doch so geplant vorgehende Tötungsmaschinerie zu beschreiben. Auch ein Ausdruck wie „Genozid” (Völkermord) trifft nur teilweise zu, wollte doch der Nationalsozialismus mit dem Judentum auch Kultur, Religion und sein Wertesystem vernichten.

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Theologie
Bodendorfer, Gerhard

Gedanken in der Karwoche


Gründonnerstag

Die Erzählung von Jesus auf dem Ölberg, an die uns jeder Gründonnerstag erinnert, beschreibt nicht nur das urmenschliche Verhältnis Jesu zum Leid, sein Seufzen und Klagen vor Gott, seine Einsamkeit, sie schildert auch seine ihn umgebenden Menschen in Verhaltensweisen angesichts einer Krise. Da sind die wieder einmal versagenden Jünger, die schlafen, anstatt zu wachen und Jesus damit im Leid zu stärken. Da ist Petrus, der Jesus alles verspricht und ihn schließlich verleugnen wird. Und da ist Judas, der Jesus an die Obrigkeit verrät. Petrus, den Jesus einmal sogar als Satan bezeichnet hatte, reagiert auch noch in der Gewaltbereitschaft falsch, als er einem Römer das Ohr abschlägt.

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Theologie
Bodendorfer, Gerhard

Gemeinsame Quelle des Glaubens: Das Erste Testament


Wenn Christen von der Bibel sprechen, dann meinen sie meist das Neue Testament. Dabei gehört das sog. „Alte Testament” für uns unabdingbar zur Einheit der Heiligen Schrift hinzu. In den letzten Jahren hat sich in den Bibelwissenschaften durchgesetzt, nicht mehr vom Alten Testament zu sprechen. Geeigneter scheinen die Bezeichnungen „Erstes Testament”, „jüdische” oder „hebräische Bibel” oder „Tanach” (Abkürzung aus Tora, Nebiim und Ketubim, also Tora, Propheten und Schriften), wie Juden ihre Bibel nennen. Grund für dieses Umdenken ist die Einsicht, daß der Begriff „Altes Testament” den ersten Teil der Bibel als veraltet oder überholt abqualifiziert. Festgehalten werden soll, daß die Bibel nur in ihrer Einheit Heilige Schrift ist.

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Theologie
Crüsemann, Frank

Die Kinderfrage und die christliche Identität

angesichts des Judentums 5. Mose 6,20-25


„Wenn dein Kind dich morgen fragt“ – die Frage aus Dtn 6,20, die das Motto des Deutschen Evangelischen Kirchentags 2005 bildet, wird in ihrem biblischen Zusammenhang durch Kernstücke jüdischer Identität beantwortet. Dazu gehören die Verweise auf die Herausführung aus Ägypten und auf die Verheißung des Landes. Vor allem aber steht sie in Zusammenhang mit dem Text, der wie kein anderer Ausdruck jüdischen Glaubens ist, dem „Höre Israel“/Schma' Jisra'el (6,4-9), das jeder fromme Jude morgens und abends betet, das im Zentrum jedes Gottesdiensts steht und ein jüdisches Leben von Anfang bis zu Ende begleitet. Was bedeutet diese Antwort für uns Christen? Wie sollen, wie können wir mit ihr umgehen? Wie hängt sie mit den Antworten zusammen, die wir unseren Kindern zu geben haben?

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