Veranstaltungen

<<  Mai 2016  >>
 Mo  Di  Mi  Do  Fr  Sa  So 
      
     

Bibliothek

Buecherwand

Hier finden Sie die Öffnungszeiten und den Online-Katalog unserer Bibliothek.

Vorstellung


Hier ein Video über uns:

Videovorstellung


Suche


Faceook       twitter

Bischof Reinhold Stecher (1921-2013)

Innsbruck. Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit trauert um sein Ehrenmitglied, den Innsbrucker Altbischof Dr. Reinhold Stecher.

stecherIn einem Kondolenzschreiben an den Innsbrucker Diözesanbischof Manfred Scheuer würdigt Koordinierungsausschuss-Präsident Prof. Martin Jäggle die Person und das Wirken des Verstorbenen:

"Persönlich und als Präsident des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit bin ich tief betroffen vom Ableben unseres Ehrenmitglieds Bischof Reinhold Stecher. Ich selbst hatte ihn ja bereits 1976 in der Arge der Religionspädagogen kennen lernen dürfen.

In der Stunde der Trauer erinnere ich mit großer Dankbarkeit an seinen Einsatz für die Verwirklichung des II. Vatikanisches Konzils und der dort verbindlich festgelegten Korrektur des Verhältnisses der katholischen Kirche zum Judentum. So hat der frühere Bischof von Innsbruck 1985 gegen großen gesellschaftlichen - und leider auch innerkirchlichen - Widerstand den Kult um das Anderl von Rinn verboten. Damit hatte er Ritualmordlegenden eine klare Absage erteilt und ein für Juden bitteres Kapitel nicht nur der österreichischen Geschichte beendet. Es war dies ein dringend notwendige kirchliche Bringschuld, die Bischof Stecher erbracht hat.

Wir werden ihn ehren, indem wir das von ihm Erreichte bewahren und weiterführen. Dass gerade Sie mit Ihren grundsätzlichen Äußerungen zum christlich-jüdischen Verhältnis sein Anliegen weiterführen, macht Sie in besonderer Weise zum Nachfolger des heute Heimgekehrten."

judenstein_gedenksteinSchlussstrich unter antisemitischen "Anderl-Kult"

Einen weltweit beachteten Höhepunkt der Amtszeit von Bischof Stecher stellt 1988 sein entschlossenes Vorgehen gegen die Legende vom angeblichen jüdischen Ritualmord am "Anderl von Rinn" dar. Bischof Stecher ordnete - gegen den heftigen Widerstand der Anhänger des "Anderl-Kultes" - die Herausnahme der angeblichen Gebeine des Anderl aus dem Hochaltar der Kirche Judenstein und deren Einmauerung an. Auch das Deckenfresko, das die "Schlachtung" des Anderl durch Juden zeigte, wurde abgedeckt. 1989 wurde die Kirche neu geweiht. Stecher setzte 1988 der Legende vom angeblichen jüdischen Ritualmord am "Anderl von Rinn" ein Ende, und verbot jeden weiteren Kult (bereits Papst Paul VI. verbot in den 1960er Jahren die Verehrung des Anderl von Rinn, da es sich bei den Reliquien um eine sichere Fälschung handelte).

In seine Amtszeit fiel weiters die Seligsprechung der beiden Märtyrerpriester der NS-Zeit Otto Neururer und Jakob Gapp.

(kathpress, 29.01.2013)

News

egger sarah webDie junge Stimme des jüdisch-christlichen Dialogs

Der interreligiöse Dialog in Österreich hat seit kurzem ein neues Gesicht: Die 23-jährige Studentin Sarah Egger aus Wien ist neue Generalsekretärin des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Egger soll das Anliegen der jüdisch-christlichen Zusammenarbeit an die nächste Generation weitergeben. Hören Sie die Sendung im ORF Radio Ö 1 "Erfüllte Zeit" vom 25.10.2015.

logo kathpressKathpress Dossier: Tag des Judentums

Die Nachrichtenagentur kathpress bietet auf ihrer Website einen Themenschwerpunkt zum 17. Jänner - Tag des Judentums. Link zum kathpress Themenschwerpunkt


jaeggle4Es bleibt noch viel zu tun

In der Ö1 Morgensendung des ORF-Radios "Erfüllte Zeit" am Sonntag, 17. Jänner 2016, sprach Koordinierungsausschuss-Präsident Martin Jäggle über den christlichen Antisemitismus. Die Sendung zum Nachhören: Link auf religion.orf.at


pichler2Dank an Dietlind Pichler

Neun Jahre lang managte Dietlind Pichler den Bürobetrieb unseres Vereins. Der Umzug und die Neugestaltung der Bibliothek am Karmelitermarkt sowie die Aufnahme des gesamten Bestands in einen Online-Katalog sind ihr Verdienst. Nun wendet sich die promovierte Historikerin einer anderen beruflichen Herausforderung zu.

Weiterlesen...