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Bischof Reinhold Stecher (1921-2013)

Innsbruck. Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit trauert um sein Ehrenmitglied, den Innsbrucker Altbischof Dr. Reinhold Stecher.

stecherIn einem Kondolenzschreiben an den Innsbrucker Diözesanbischof Manfred Scheuer würdigt Koordinierungsausschuss-Präsident Prof. Martin Jäggle die Person und das Wirken des Verstorbenen:

"Persönlich und als Präsident des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit bin ich tief betroffen vom Ableben unseres Ehrenmitglieds Bischof Reinhold Stecher. Ich selbst hatte ihn ja bereits 1976 in der Arge der Religionspädagogen kennen lernen dürfen.

In der Stunde der Trauer erinnere ich mit großer Dankbarkeit an seinen Einsatz für die Verwirklichung des II. Vatikanisches Konzils und der dort verbindlich festgelegten Korrektur des Verhältnisses der katholischen Kirche zum Judentum. So hat der frühere Bischof von Innsbruck 1985 gegen großen gesellschaftlichen - und leider auch innerkirchlichen - Widerstand den Kult um das Anderl von Rinn verboten. Damit hatte er Ritualmordlegenden eine klare Absage erteilt und ein für Juden bitteres Kapitel nicht nur der österreichischen Geschichte beendet. Es war dies ein dringend notwendige kirchliche Bringschuld, die Bischof Stecher erbracht hat.

Wir werden ihn ehren, indem wir das von ihm Erreichte bewahren und weiterführen. Dass gerade Sie mit Ihren grundsätzlichen Äußerungen zum christlich-jüdischen Verhältnis sein Anliegen weiterführen, macht Sie in besonderer Weise zum Nachfolger des heute Heimgekehrten."

judenstein_gedenksteinSchlussstrich unter antisemitischen "Anderl-Kult"

Einen weltweit beachteten Höhepunkt der Amtszeit von Bischof Stecher stellt 1988 sein entschlossenes Vorgehen gegen die Legende vom angeblichen jüdischen Ritualmord am "Anderl von Rinn" dar. Bischof Stecher ordnete - gegen den heftigen Widerstand der Anhänger des "Anderl-Kultes" - die Herausnahme der angeblichen Gebeine des Anderl aus dem Hochaltar der Kirche Judenstein und deren Einmauerung an. Auch das Deckenfresko, das die "Schlachtung" des Anderl durch Juden zeigte, wurde abgedeckt. 1989 wurde die Kirche neu geweiht. Stecher setzte 1988 der Legende vom angeblichen jüdischen Ritualmord am "Anderl von Rinn" ein Ende, und verbot jeden weiteren Kult (bereits Papst Paul VI. verbot in den 1960er Jahren die Verehrung des Anderl von Rinn, da es sich bei den Reliquien um eine sichere Fälschung handelte).

In seine Amtszeit fiel weiters die Seligsprechung der beiden Märtyrerpriester der NS-Zeit Otto Neururer und Jakob Gapp.

(kathpress, 29.01.2013)

News

Gemeinsam auf dem Weg – Jubiläumsfeier

Wien - Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit besteht nun seit 60 Jahren. Zu dieser Gelegenheit waren Freundinnen und Freunde, Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter, Junge und Alte, Neugierige und Erfahrene, zu einem Fest am 16.11.2016 im Kardinal-König-Haus eingeladen. Gemeinsam wurde über Vergangenes nachgedacht, das Gegenwärtige gefeiert und Ideen und Träume für die Zukunft geteilt.

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Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit missbilligt umstrittene UNESCO-Resolution

21.20.2016. - Im Exekutivrat der UNESCO – dem Gremium, das zwischen den alle zwei Jahre stattfindenden Generalkonferenzen die Geschäfte dieser Einrichtung führt – wurde eine am 12. Oktober 2016 eingebrachte Resolution zu „Occupied Palestine“ am 18. Oktober unverändert angenommen. Verfasst wurde sie von Algerien, Ägypten, dem Libanon, Marokko, dem Oman, Katar und dem Sudan.

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Sommer im Koordinierungsausschuss

Geänderte Öffnungszeiten

Theaterstück am 20. Juli

Hebräischkurs und Lesekreis im September

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„Eine fast unmögliche Freundschaft“ – Reise ins Heilige Land

In Jerusalem richten sich erstaunte Augen auf sie: Gemeinderabbiner Schlomo Hofmeister, Imam Ramazan Demir und Pfarrer, sowie Vorstandsmitglied im Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit Ferenc Simon haben gemeinsam mit Studierenden das Heilige Land besucht und wurden dabei von einem Fernsehteam der ORF-Sendung „Kreuz und Quer“ begleitet.

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Deutsche Kaserne wird nach Österreicher benannt - Der Wiener „Gerechte unter den Völkern“ Anton Schmid wird Namenspatron einer Bundeswehrkaserne in Sachsen-Anhalt

Der aus Wien stammende, 1939 zur Armee Hitler-Deutschlands eingezogene und dort zum Feldwebel avancierte Anton Schmid war 1967 einer der ersten Österreicher (und der erste Wehrmachtsangehörige überhaupt), der von der israelischen Holocaust-Erinnerungs- und Forschungsstätte Yad Vashem als „Gerechter unter den Völkern“ anerkannt und ausgezeichnet wurde. Von rund 18 Mio. Wehrmachtssoldaten war er mutmaßlich der Einzige, der von der hitlerdeutschen Militärjustiz zum Tode verurteilt und hingerichtet worden ist, weil er Juden zu retten versuchte. Unter (Militär-)Historikern in Deutschland, Litauen und vielen anderen europäischen wie außereuropäischen Ländern gilt Anton Schmid mittlerweile als so etwas wie eine „Ikone des militärischen Rettungswiderstandes“ gegen das NS-Regime.

 

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