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Gerechtigkeit, Gerechtigkeit, ihr sollst du nachjagen!

Graz. Rektorin Christa Schrauf (Diakonie Gallneukirchen OÖ) hielt die Predigt beim diesjährigen Gottesdienst zum „17. Jänner – Tag des Judentums" in der Grazer Heilandskirche.

graz2013-1„Das Streben nach Gerechtigkeit gehört zu den zentralen Inhalten des jüdischen Glaubens", betonte sie. Der Gerechtigkeit solle nachgejagt werden, weil sie ein Miteinander gelingen lässt und sozialen Frieden gewährleistet, so Schrauf bei ihrer Auslegung der Worte aus dem 5. Buch Mose 16,20:

Gerechtigkeit, Gerechtigkeit - ihr sollst du nachjagen, damit du Leben hast und das Land in Besitz nehmen kannst, das der Herr, dein Gott, dir gibt. 

Gott, der Inbegriff von Gerechtigkeit, fordert von seinem Volk den Einsatz für Menschen, die aus welchen Gründen auch immer, an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Jesus, ganz in der jüdischen Tradition stehend, antwortet mit seinem Leben auf diese Forderung Gottes, wie sie im 5. Buch Mose 26,17f festgehalten ist:

Du hast dir heute vom HERRN sagen lassen, dass er dein Gott sein wolle und dass du sollest in allen seinen Wegen wandeln und halten seine Gesetze, Gebote und Rechte und seiner Stimme gehorchen. Und der HERR hat dich heute sagen lassen, dass du sein eigenes Volk sein wollest, wie er dir zugesagt hat, und alle seine Gebote halten wollest und dass er dich zum höchsten über alle Völker machen werde, die er geschaffen hat, und du gerühmt, gepriesen und geehrt werdest, damit du dem HERRN, deinem Gott, ein heiliges Volk seist, wie er zugesagt hat.

Trotzdem hagraz2013-2t das Handeln, das sich an der Gerechtigkeit ausrichtet, im Christentum nicht denselben Stellenwert wie im Judentum. Rektorin Schrauf warf die Frage auf, ob das Gebot der Nächstenliebe, das dem Ersten Testament entstammt, im Christentum nicht zu sehr spiritualisiert und damit entpolitisiert wurde. Im gemeinsamen Aufsuchen der Quellen könnten Christen und Juden zu einem „tieferen Gleichklang" finden, der zur Heilung der Welt beiträgt. Dabei wird die Spannung zwischen Sollen und Tun auch in Zukunft eine große Herausforderung für Kirche und Synagoge bleiben. Beide bleiben aufgerufen, der Gerechtigkeit nachzujagen, denn sie schenkt Leben!

Im Gottesdienst wirkten verschiedene Vertreterinnen und Vertretern der Ökumene (evangelisch, evangelisch-methodistisch, altkatholisch, römisch-katholisch) und der Israelitischen Kultusgemeinde mit. Die musikalische Gestaltung übernahm wieder das Vokalensemble des Kirchemusikonservatoriums unter der Leitung von Anastasia Shin. Christine Swoboda begleitete die Feier an der Orgel. Auf Einladung der Pfarrerin der Heilandskirche, Ulrike Frank-Schlamberger, kamen anschließend die Besucherinnen und Besucher bei einem Glas Wein zu Austausch und Begegnung im Gemeindesaal zusammen.

Sabine Maurer

News

 „Er gewährte seinem Volk Erlösung und bestimmte seinen Bund für ewige Zeiten.“ (Psalm 111,9)


„Er gewährte seinem Volk Erlösung und bestimmte seinen Bund für ewige Zeiten.“ (Psalm 111,9) Dieser Vers und ein Foto eines ganz alten Ölbaums mit tiefen Wurzeln aus dem Garten Getsemani in Jerusalem hat viele Frauen und Männer inspiriert, einer Einladung zu einem Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen zum Tag des Judentums, der weltweit am 17.1. gefeiert wird, nachzukommen. Dieses Jahr war die röm.kath. Pfarrgemeinde St. Johann Nepomuk in der Leopoldstadt die Gastgeberin.

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EINSTIMMUNG IN DEN „TAG DES JUDENTUMS“ IM GEDENKEN AN DEN TURNERTEMPEL
Bericht: Dr.in  Elisabeth Lutter


Bereits zum vierten Mal  hat die „Vernetzte Ökumene Wien West“ am 16. Jänner 2017 eine Einstimmung in den „Tag des Judentums“ auf  besondere Weise gestaltet, diesmal in Erinnerung an den Turnertempel  der ehemaligen Kultusgemeinde Sechshaus, im topografischen Dreieck mit der Vereinssynagoge „Storchenschul“ und dem jüdischen Gemeindehaus Herklotzgasse 21.

 

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Öffnungszeiten im Februar

Sehr geehrte, liebe Interessent_innen und Mitglieder,

wir möchten Sie darauf hinweisen, dass das Büro des Koordinierungsausschusses von Montag, 6. Februar bis Freitag, 10. Februar 2017 geschlossen hat.

 

Gemeinsam auf dem Weg – Jubiläumsfeier

Wien - Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit besteht nun seit 60 Jahren. Zu dieser Gelegenheit waren Freundinnen und Freunde, Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter, Junge und Alte, Neugierige und Erfahrene, zu einem Fest am 16.11.2016 im Kardinal-König-Haus eingeladen. Gemeinsam wurde über Vergangenes nachgedacht, das Gegenwärtige gefeiert und Ideen und Träume für die Zukunft geteilt.

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Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit missbilligt umstrittene UNESCO-Resolution

21.20.2016. - Im Exekutivrat der UNESCO – dem Gremium, das zwischen den alle zwei Jahre stattfindenden Generalkonferenzen die Geschäfte dieser Einrichtung führt – wurde eine am 12. Oktober 2016 eingebrachte Resolution zu „Occupied Palestine“ am 18. Oktober unverändert angenommen. Verfasst wurde sie von Algerien, Ägypten, dem Libanon, Marokko, dem Oman, Katar und dem Sudan.

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