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Positive Bilanz

Trotz der Irritationen, die besonders die Einführung einer neuen Karfreitagsbitte ausgelöst haben, ist die Bilanz positiv, wie gerade die jüdischen Stimmen zeigen.

Für Benedikt XVI. war die Situation schwierig, weil er nach Johannes Paul II. gewissermaßen stets der zweite Papst war, der eine Synagoge besucht oder an der Klagemauer betet. So waren nicht die Gesten entscheidend, sondern Worte, die er sprach oder in Erinnerung rief, und zwar jene vor der jüdischen Gemeinschaft in Paris 2008 und in der Synagoge von Rom 2010.

In Paris verwies er darauf, dass die Katholische Kirche von ihrer Natur her wünscht, „den Bund, den der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs geschlossen hat, zu achten. Denn auch sie ist eingeschrieben in den ewigen Bund des Allmächtigen, der sich seiner Ratschlüsse nicht reut, und sie achtet die Söhne der Verheißung, die Söhne des Bundes, ihre geliebten Brüder im Glauben." Der Papst zitierte de Lubac, wonach „antisemitisch sein auch antichristlich sein bedeutet". Die Kirche tritt „gegen jede Form des Antisemitismus" auf, „für den es keine annehmbare theologische Rechtfertigung gibt".

Beim Besuch in der römischen Synagoge nannte Benedikt XVI. unter den Implikationen, die sich aus „unserem gemeinsamen Erbe von Gesetz und Propheten ergeben" „die Solidarität, die die Kirche und das jüdische Volk ‚in ihrer eigenen geistlichen Identität' aneinanderbindet und den Christen Gelegenheit bietet, »einen neuen Respekt für die jüdische Auslegung des Alten Testaments« zu fördern, sowie „die zentrale Bedeutung des Dekalogs als gemeinsame ethische Botschaft von ewiger Gültigkeit für Israel, die Kirche, die Nichtglaubenden und die ganze Menschheit; der Einsatz, um das Reich des Höchsten vorzubereiten bzw. zu verwirklichen in der Sorge für die Schöpfung, die Gott dem Menschen anvertraut hat, damit er sie verantwortungsvoll bebaue und hüte". Es waren zukunftsorientierte Worte.

Martin Jäggle
Präsident des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit

News

 „Er gewährte seinem Volk Erlösung und bestimmte seinen Bund für ewige Zeiten.“ (Psalm 111,9)


„Er gewährte seinem Volk Erlösung und bestimmte seinen Bund für ewige Zeiten.“ (Psalm 111,9) Dieser Vers und ein Foto eines ganz alten Ölbaums mit tiefen Wurzeln aus dem Garten Getsemani in Jerusalem hat viele Frauen und Männer inspiriert, einer Einladung zu einem Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen zum Tag des Judentums, der weltweit am 17.1. gefeiert wird, nachzukommen. Dieses Jahr war die röm.kath. Pfarrgemeinde St. Johann Nepomuk in der Leopoldstadt die Gastgeberin.

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EINSTIMMUNG IN DEN „TAG DES JUDENTUMS“ IM GEDENKEN AN DEN TURNERTEMPEL
Bericht: Dr.in  Elisabeth Lutter


Bereits zum vierten Mal  hat die „Vernetzte Ökumene Wien West“ am 16. Jänner 2017 eine Einstimmung in den „Tag des Judentums“ auf  besondere Weise gestaltet, diesmal in Erinnerung an den Turnertempel  der ehemaligen Kultusgemeinde Sechshaus, im topografischen Dreieck mit der Vereinssynagoge „Storchenschul“ und dem jüdischen Gemeindehaus Herklotzgasse 21.

 

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Öffnungszeiten im Februar

Sehr geehrte, liebe Interessent_innen und Mitglieder,

wir möchten Sie darauf hinweisen, dass das Büro des Koordinierungsausschusses von Montag, 6. Februar bis Freitag, 10. Februar 2017 geschlossen hat.

 

Gemeinsam auf dem Weg – Jubiläumsfeier

Wien - Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit besteht nun seit 60 Jahren. Zu dieser Gelegenheit waren Freundinnen und Freunde, Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter, Junge und Alte, Neugierige und Erfahrene, zu einem Fest am 16.11.2016 im Kardinal-König-Haus eingeladen. Gemeinsam wurde über Vergangenes nachgedacht, das Gegenwärtige gefeiert und Ideen und Träume für die Zukunft geteilt.

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Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit missbilligt umstrittene UNESCO-Resolution

21.20.2016. - Im Exekutivrat der UNESCO – dem Gremium, das zwischen den alle zwei Jahre stattfindenden Generalkonferenzen die Geschäfte dieser Einrichtung führt – wurde eine am 12. Oktober 2016 eingebrachte Resolution zu „Occupied Palestine“ am 18. Oktober unverändert angenommen. Verfasst wurde sie von Algerien, Ägypten, dem Libanon, Marokko, dem Oman, Katar und dem Sudan.

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