Stellungnahmen

„Wir wissen um unsere Schuld“ – Kardinal Christoph Schönborn an die IKG

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Jäggle: Tag des Judentums

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Das Alte Testament dient im gesellschaftlichen und kirchlichen Alltag zu oft als eine Art Negativfolie des Neuen Testamentes, ja es wird sogar ein Gegensatz zwischen dem Testament des Gesetzes und dem Testament der Liebe konstruiert, und als "alttestamentarisch" werden besondere Unmenschlichkeiten, Grausamkeiten und Grauslichkeiten bezeichnet.

Dabei sind das Gebot der Nächstenliebe und die Sorge um die Feinde im Alten Testament fest verankert, das Neue Testament erinnert daran. Und "Aug um Aug" war keine Strafformel, sondern eine Regelung für den zu leistenden Schadenersatz und das Schmerzensgeld, usw. Das negative Vorzeichen, mit dem das Alte Testament versehen ist, fördert, ja festigt die Ablehnung des Judentums. Zu bedenken, wie das Christentum mit seinem Antijudaismus die Shoa vorbreitet und ermöglicht hat, würde die Rede vom christlichen Europa mit jener Scham verbinden, die zur Reinigung des Gedächtnisses und zur Erneuerung christlichen Glaubens führt.

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Antisemitismus

"Jedem gesellschaftlichen und persönlichen Antisemitismus entgegentreten": Diesen Grundsatz hat der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker seiner Stellungnahme anlässlich des Holocaust-Gedenkens am Donnerstag vorangestellt. Und auch Persönlichkeiten aus dem Bereich der katholischen Kirche haben sich in diesem Sinn geäußert. Der Präsident des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Martin Jäggle, warnte vor "Dammbrüchen" und stellte sich wie Bünker auf die Seite der Israelitischen Kultusgemeinde, die eine Teilnahme an der Parlamentsveranstaltung anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am Donnerstag im Palais Epstein absagte.

Der Wiener Diözesanbeauftragte für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Ferenc Simon, pochte auf die Verantwortung gerade von Christen, gegen jede Form von Judenfeindlichkeit aufzutreten. Kritik am "Fall Landbauer", ausgelöst durch antisemitische Texte im Liederbuch der schlagenden Burschenschaft "Germania", äußerten Männerorden-Vertreter P. Franz Helm und Berthold Brandstetter von der Katholische Aktion (KA) in Oberösterreich.

Die Stellungnahmen erfolgten im Vorfeld des UN-Gedenktages "International Holocaust Remembrance Day" am 27. Jänner, der Anlass für eine Gedenkveranstaltung auch in Österreich ist: Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka lud zu einem mit Zeitzeugengespräch und einer Podiumsdiskussion am Donnerstagnachmittag ins Palais Epstein, an der neben Staatssekretärin Karoline Edtstadler und Danielle Spera, Direktorin des Jüdischen Museums Wien, auch Vertreter von Religionsgemeinschaften teilnehmen sollten. Die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) nimmt an der Veranstaltung nicht teil; sie hatte bereits davor angekündigt, an keinen Gedenkveranstaltungen teilzunehmen, bei denen FPÖ-Minister anwesend sind - wegen des Gedankenguts deutschnationaler Burschenschafter und deren antisemitischen Tendenzen.
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Kirchen bekennen sich zum Dialog mit dem Judentum

Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich zum "Tag des Judentums" - Oberkirchenrätin Bachler fordert "ständigen, aktiven, von gegenseitiger Wertschätzung getragenen Dialog"
Wien, 18.01.2018 (KAP) Zum "ständigen, aktiven, von gegenseitiger Wertschätzung getragenen Dialog zwischen Christen und Juden" hat die evangelische Oberkirchenrätin Ingrid Bachler aufgerufen. Ein solcher Dialog sei zum einen eine absolute Notwendigkeit, zum anderen auch eine große Bereicherung, sagte Bachler in ihrer Predigt am Mittwochabend beim Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) in Wien. An dem Gottesdienst in der altkatholischen Heilandskirche nahmen u.a. ÖRKÖ-Vorsitzender Landessuperintendent Thomas Hennefeld, Dechant Ferenc Simon (Katholische Kirche), Bischof Heinz Lederleitner (Altkatholische Kirche), Bischofsvikar Patrick Curran (Anglikanische Kirche) sowie Pastorin Esther Handschin und Pastor Helmut Nausner (Methodistische Kirche) teil. mehr …

DIALOG DER RELIGIONEN

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Am 17. Mai 2016 hat in der Wiener Tandelmarktgasse ein Podiumsgespräch zum Thema »Der christlich-jüdische Dialog aus Sicht der jüdischen Gemeinden« stattgefunden. Eine spürbare Zurückhaltung der jüdischen Gemeinden, manchmal auch verbunden mit Skepsis und etwas Argwohn in diesem Dialog ist durchaus zu verstehen. »Dialoge« zwischen Juden und Christen in der Vergangenheit hatten offen oder verdeckt immer das Ziel, die jüdischen „Dialogpartner“ zum Christentum zu bekehren.
Die Kirchen haben nach der Shoa ganz offiziell der Judenfeindschaft eine Absage erteilt. Es gibt aber in allen Kirchen noch viele Menschen mit der Auffassung, dass die Kirche bei ihrer Mission die Juden nicht ausklammern soll. Hier haben die Kirchen noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten.mehr …

EINE UMARMUNG, DIE DIE UMARMTEN SCHMERZT - EIN KOMMENTAR ZUR PODIUMSDISKUSSION DER JUBILÄUMSREIHE

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Schon im Theologiestudium legte sich mir die Ansicht nahe, dass der Ewige christlichen und jüdischen Gläubigen ganz verschiedene Zores macht. Wie sehr Traditionen, Kultur und Geschichte uns prägen und uns mit einem ganz anderen Fokus und Verständnis an die Dinge herangehen lassen, wurde auch in der letzten Podiumsdiskussion zur Sicht der jüdischen Gemeinden auf den christlich-jüdischen Dialog sichtbar. Während der Generalsekretär der IKG – in unseren jüdischen ahierarchischen Strukturen auch nur eine jüdische Stimme unter vielen, wenn auch eine belesene, erfahrene und mit Kompetenzen und Vertrauen ausgestattete – meinte, ein theologischer Dialog sei nicht sinnvoll zu führen, spielte der Rückbezug auf das theologische Fundament bei fast jeder der Wortmeldungen von christlicher Seite eine zentrale Rolle.mehr …

KOORDINIERUNGSAUSSCHUSS FÜR CHRISTLICH-JÜDISCHE ZUSAMMENARBEIT MISSBILLIGT UMSTRITTENE UNESCO-RESOLUTION

Jerusalem
Im Exekutivrat der UNESCO – dem Gremium, das zwischen den alle zwei Jahre stattfindenden Generalkonferenzen die Geschäfte dieser Einrichtung führt – wurde eine am 12. Oktober 2016 eingebrachte Resolution zu „Occupied Palestine“ am 18. Oktober unverändert angenommen. Verfasst wurde sie von Algerien, Ägypten, dem Libanon, Marokko, dem Oman, Katar und dem Sudan. Der stellvertretende palästinensische Unesco-Botschafter Munir Anastas sagte: "Die Resolution erinnert Israel daran, dass es die Besatzungsmacht in Ostjerusalem ist." Der Staat Israel wird dementsprechend in dem Dokument nie anders angesprochen als mit „Israel, the occupying Power“. Er rief die israelische Regierung auf, den "Missbrauch" islamischer Kultstätten zu beenden, etwa durch archäologische Grabungen.
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DIE WURZEL TRÄGT DICH (RÖM 11,18)

BOTSCHAFT VON BISCHOF MANFRED SCHEUER (INNSBRUCK) ZUM TAG DES JUDENTUMS IM JAHR DES GLAUBENS, 17. JÄNNER 2013

Am 17. Jänner 2013 feiern alle Kirchen in Österreich zum 14. Mal gemeinsam den „Tag des Judentums“. Für katholischen Christen steht dieser Tag heuer in einem besonderen Rahmen: Es ist das „Jahr des Glaubens“, das Papst Benedikt XVI. ausgerufen hat. Dieses Jahr des Glaubens soll die Kraft und die Schönheit des Glaubens vor Augen führen und helfen die „Kenntnis des Glaubens wiederzugewinnen“.mehr …

„27. JÄNNER SOLLTE AUCH IN ÖSTERREICH EIN OFFIZIELLER TAG DES GEDENKENS AN DIE JÜDISCHEN OPFER DES NS-REGIMES SEIN“

ERKLÄRUNG DES VORSTANDS DES ÖKUMENISCHEN RATES DER KIRCHEN IN ÖSTERREICH (ÖRKÖ) – „DAS ERINNERN DARF NICHT AUFHÖREN, DENN OHNE ERINNERUNG GIBT ES WEDER ÜBERWINDUNG DES BÖSEN NOCH LEHREN FÜR DIE ZUKUNFT“

Der Vorstand des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) hat eine „Erklärung zum 27. Jänner, Tag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz“ veröffentlicht. Die Erklärung hat folgenden Wortlaut:mehr …

75 JAHRE NOVEMBER-POGROME: KIRCHEN TRAUERN MIT DEN JÜDISCHEN GEMEINDEN

Wien, 07.11.13 (örkö) Der Vorstand des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) hat am Donnerstag eine Erklärung zum 75-Jahr-Gedenken der November-Pogrome von 1938 veröffentlicht, bei denen fast alle Synagogen in Österreich zerstört und viele jüdische Menschen getötet oder misshandelt wurden.
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75 JAHRE NACH DEM NOVEMBERPOGROM 1938

Wien (08.11.13) In einer Erklärung anlässlich der Novemberpogrome von 1938, die sich heuer zum 75. Mal jähren, haben Österreichs Bischöfe die Mitverantwortung der Kirche an den damaligen Übergriffen gegen Juden und ihre Einrichtungen bekannt.mehr …

CHRISTEN MÜSSEN SICH AUF EINEN LERNWEG MACHEN

Eisenstadt. In einer gemeinsamen Erklärung haben Bischof Ägidius Zsifkovics und Superintendent Manfred Koch an die Ereignisse des November 1938 erinnertmehr …

"GEDENKEN HEISST, GENAU HINZUSEHEN

ANSPRACHE VON KOORDINIERUNGSAUSSCHUSS-VIZEPRÄSIDENT HELMUT NAUSNER BEI DER GEDENKFEIER AN DIE BEFREIUNG DES NS-VERNICHTUNGSLAGERS AUSCHWITZ-BIRKENAU AM 27. JÄNNER 1945
WIEN, HELDENPLATZ AM 27. JÄNNER 2013

Sehr geehrte Damen und Herren!

Gedenken heißt nicht, sich nur vage an ein Ereignis zu erinnern, sondern genau hinzusehen. Es gilt die unüberbietbare Verletzung der Menschenrechte und der Menschenwürde immer neu bewusst zu machen und sich ihr zu stellen. Die Ermordung von Millionen unschuldiger Menschen erfolgte in Auschwitz und den anderen 41 Konzentrationslagern im Herrschaftsbereich des Nazi-Regimes. Die meisten Opfer waren Juden.
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KEIN PLATZ FÜR ANTISEMITISMUS IN ÖSTERREICH

Stellungnahme der Vorsitzenden des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich nach jüngsten antisemitischen Vorfällen
Wien, 04.09.12 (KAP) "Zutiefst verstört und betroffen" sind die leitenden Persönlichkeiten des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) über jüngste Manifestationen des Antisemitismus in Österreich. Wie der Vorsitzende des ÖRKÖ, der rumänisch-orthodoxe Bischofsvikar Nicolae Dura, und seine beiden Stellvertreter, der evangelische Bischof Michael Bünker und der Innsbrucker Diözesanbischof Manfred Scheuer, am Dienstag in einer gemeinsamen Stellungnahme betonten, ist "für die gläubigen Christen" jede "Form des Antisemitismus" ein "Verrat des Glaubens an Gott". In Österreich dürfe es "keinen Platz für Antisemitismus" geben.mehr …

8. MAI - TAG DER BEFREIUNG

Wir feiern am 8. Mai die Befreiung vom nationalsozialistischen Verbrechensregime!

1945 haben die alliierten Armeen die Konzentrations- und Vernichtungslager befreit, die nationalsozialistische Machtherrschaft zerschlagen und damit die Gründung der freien, demokratischen Republik
Österreich ermöglicht.

Wir stellen uns gegen das Wehrmachts- und SS-Gedenken am Wiener Heldenplatz!
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43 JÜDISCHE GRÄBER AUF DEM WIENER ZENTRALFRIEDHOF GESCHÄNDET

Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit verurteilt aufs Schärfste die Schändung jüdischer Gräber auf dem Wiener Zentralfriedhof. Präsident Professor Martin Jäggle drückt gegenüber der Israelitischen Kultusgemeinde Wien sein Entsetzen darüber aus und übermittelt seine Anteilnahme.mehr …

10 THESEN VON SEELISBERG

Im August 1947 verabschiedeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer internationalen "Dringlichkeitskonferenz gegen den Antisemitismus" in den "10 Thesen von Seelisberg" einen Forderungskatalog an die Kirchen. Es werden jene Themen genannt, die in Predigt und Katechese einer Aufarbeitung brauchten, um durch eine sachgerechte Darstellung des Judentums in Zukunft keinen Nährboden mehr für jegliche Form der Judenfeindschaft zu bieten.mehr …

MARTIN LUTHER UND DAS JUDENTUM

Lutherische Europäische Kommission Kirche und Judentum (LEKKJ)


Herausforderungen für die Lutherischen Kirchen heute

Die lutherischen Kirchen begehen im Jahr 2017 den 500. Jahrestag der Reformation. Dies ist Anlass, auch Martin Luthers Verhältnis zum Judentum erneut zu bedenken.mehr …

KONSULTATION: 10 JAHRE „KIRCHE UND ISRAEL“

Leuenberger Texte 6

Vom 17. bis 19.6.2011 fand im Martin-Niemöller-Haus in Schmitten-Arnoldshain, Deutschland, die Konsultation „"Kirche und Israel“ - Eine Bestandsaufnahme“ statt. Anlass der Konsultation, zu der die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) gemeinsam mit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau eingeladen hatte, war das zehnjährige Jubiläum der Studie „Kirche und Israel“, die sich die 5. Vollversammlung der Leuenberger Kirchengemeinschaft (heute GEKE) am 24. Juni 2001 in Belfast einstimmig zu eigen gemacht hatte. Die 38 Teilnehmenden aus 20 Mitgliedskirchen der GEKE in 10 europäischen Ländern tauschten sich über die Rezeption der Studie „Kirche und Israel“ und über den Stand der jüdisch-christlichen Beziehungen in ihren Kirchen aus und verabschiedeten die folgende Erklärung. mehr …

KRITIK AN "TAL DER WÖLFE - PALÄSTINA"

Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit kritisiert die Aufführung des türkischen Films "Tal der Wölfe". "Die Freiheit der Kunst und Fiktion haben dort ihre Grenze, wo rassistische, antisemitische Stereotypen präsentiert werden und alte Vorurteile neue Nahrung erhalten", sagt Koordinierungsausschuss Präsident Prof. Helmut Nausner. In der gewalttätigen Actionstory, die den Gaza-Flottenzwischenfall behandelt, werden Klischees wie jenes von der jüdischen Weltverschwörung verwendet. Die Rolle von Hamas und der türkischen IHH wird verherrlicht, die Existenz des Staates Israel in Frage gestellt.mehr …

"FEKTERS AUSSAGE IST UNGEHEUERLICH UND VERANTWORTUNGSLOS."

Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit kritisiert die Äußerungen von Finanzministerin Fekter

Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit kritisiert aus Schärfste die Äußerungen von Finanzministerin Maria Fekter, die einen Zusammenhang zwischen "Juden" und "Reichtum" herstellen. "Diese Stereotypen sind antisemitisch und fördern Antisemitismus", sagt Professor Martin Jäggle, Präsident des Koordinierungsausschusses: "Fekters Aussage ist ungeheuerlich und verantwortungslos." mehr …

MENSCHEN MACHEN FRIEDEN

Kritik an der Politik Israels rechtfertigt keine Anfeindung von jüdischen MitbürgerInnenmehr …

ANTISEMITISMUS BEDROHT DIE DEMOKRATIE

Präsidium und Vorstand des Deutschen Koordinierungsrates - Dachverband von mehr als 80 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit - sind tief besorgt über antisemitische Äußerungen und Taten in jüngster Zeit, die nicht selten in antizionistischem Gewand und mit anti-israelischer Pseudo-Legitimation auftreten. Dass diese rassistischen und antidemokratischen Erscheinungen durch Äußerungen von Bundestagsabgeordneten begünstigt werden, ist ein deutliches Warnsignal für unsere Gesellschaft. Denn nicht weniger besorgniserregend ist der Umstand, dass man sich weitgehend in der Gesellschaft bereits mit der Existenz des Antisemitismus und dem öffentlichen Auftreten von Antisemiten abgefunden hat. Hier liegt die eigentliche Gefahr für unsere Demokratie; denn nur eine Demokratie, die gegen Diskriminierung und Hass bereit ist zu kämpfen, wird die Rechte ihrer Bürgerinnen und Bürger sichern können.

Lesen Sie die Erklärung auf der Website des Deutschen Koordinierungs Rates

OFFIZIELLE ERKLÄRUNG DER IMAME, DIE DIE KONZENTRATIONSLAGER BESUCHT HABEN

„Ihr Gläubigen! Steht als Zeugen Allah gegenüber für die Gerechtigkeit ein“
(Heiliger Koran, al-Nisa, Die Frauen, 4:135)

Vom 7. bis 11. August 2010 haben wir, die unterzeichnenden amerikanischen Führungspersönlichkeiten muslimischer Gemeinden und muslimischen Glaubens die Konzentrationslager Dachau und Auschwitz besucht, wo wir aus erster Hand mit dem geschichtlichen Unrecht des Holocausts konfrontiert wurden.mehr …

BRIEF AN PAX CHRISTI ÖSTERREICH

Pax Christi Österreich hat im März 2010 ein Memorandum zum Israel-Palästina-Konflikt verfasst, zu lesen auf www.paxchristi.at (.pdf, 28 kb) Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit hat darauf ein kurzes Antwortschreiben verfasst.mehr …

Paul Chaim Eisenberg "MITEINANDER REDEN - DAS IST FÜR MICH WESENTLICH"

Grusswort zum 50-jährigen Bestehen der Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit.mehr …

ABTREIBUNG: JEDWEDER VERGLEICH MIT DEM HOLOCAUST IST ABZULEHNEN

Im Rahmen aktueller Diskussionen gab es öffentliche Stellungnahmen, in denen Abtreibung mit dem Holocaust verglichen wurde. Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit weist darauf hin, dass jedweder Vergleich mit dem Holocaust abzulehnen ist, auch in Bezug auf Abtreibung.mehr …

OFFENER BRIEF AN DIE ISRAELITISCHE KULTUSGEMEINDE GRAZ

S. g. Herrn
Präsidenten Gérard Sonnenschein
Israelitische Kultusgemeinde Graz

Sehr geehrter Herr Präsident!

Angesichts der Ereignisse, die durch die Entscheidung des Papstes am 25.1.2009 ausgelöst wurden, ist es uns ein Anliegen, uns mit diesem Brief an die Israelitische Kultusgemeinde zu wenden, um ihren Mitgliedern Folgendes zu versichern:
Mit Entsetzen haben wir, der Vorstand des christlich-jüdischen Komitees in Graz, die Entscheidung des Papstes aufgenommen, die Exkommunikation für die vier Bischöfe der Piusbruderschaft St. Pius X. aufzuheben. Wir kritisieren nicht die Absicht des Papstes, einer abgespaltenen Gruppe die Hand zu reichen. Aber wir halten es für völlig inakzeptabel, eine Bruderschaft, die mit antijudaistischen Äußerungen hervortritt, wieder in die römisch-katholische Kirche einzugliedern, und das nach dem II. Vatikanischen Konzil. Ganz besonders empört uns die Rücknahme der Exkommunikation für den Holocaust-Leugner Williamson. Auch wenn Papst Benedikt der XVI. Bischof Williamson am 4.2.2009 aufgefordert hat, sich eindeutig und öffentlich von seinen Äußerungen zu distanzieren und sich in der letzten Woche selbst klar gegen jede Holocaust-Leugnung ausgesprochen hat, bleibt die Entscheidung unverständlich.
Wir unterstützen alle Äußerungen, in denen die Leugnung der Schoa verurteilt wird.
Wir sehen die Ereignisse der letzten Wochen als die Bestätigung des Auftrags, den das christlich- jüdische Komitee sich selbst gegeben hat, nämlich jeglichem Antisemitismus zu wehren und für den christlich-jüdischen Dialog einzutreten, den wir weiterhin zielstrebig verfolgen werden. Wir sind dankbar für alle Beziehungen und die gute Zusammenarbeit zwischen dem christlich-jüdischen Komitee, den Kirchen und der Israelitischen Kultusgemeinde, die in über 15 Jahren gewachsen sind. Wir werden uns das Miteinander von Christen und Juden nicht zerstören lassen und den gemeinsamen Weg des christlich-jüdischen Dialogs unbeirrt weitergehen.


17. Februar 2009
Mag. Sabine Maurer, Vorsitzende

60 JAHRE STAAT ISRAEL

Evangelischer Oberkirchenrat A.u.H.B. in Österreich

60 JAHRE STAAT ISRAEL

Vor 60 Jahren, am 14. Mai 1948, wurde der Staat Israel gegründet.
Die evangelischen Kirchen in Österreich gratulieren seinen Bürgerinnen und Bürgern zu diesem Jubiläum.mehr …

AUF DEM WEG DER UMKEHR

Generalsynode der Evangelischen Kirche A. und HB. in Österreich
AUF DEM WEG DER UMKEHR

JAHR DER STANDORTBESTIMMUNG ZUM EVANGELISCH-JÜDISCHEN VERHÄLTNIS IN ÖSTERREICH

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STÖRUNG DER CHRISTLICH-JÜDISCHEN BEZIEHUNGEN

STELLUNGNAHME ZUR WIEDEREINFÜHRUNG DES TRIDENTINISCHEN RITUS

Am 31. März 2007 hat Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone die Gerüchte bestätigt, der Papst werde bald ein Motu proprio veröffentlichen, das den Priestern die Zelebration der vorkonziliaren Messe nach dem Missale Romanum von 1962 wieder allgemein erlaubt. Bisher ist dies nur mit ausdrücklicher Erlaubnis des Ortsbischofs möglich und wird von den deutschen Bischöfen sehr restriktiv (per Indult) gehandhabt. Auf ihrer Herbstvollversammlung 2006 stellten sie fest, ein wachsendes Interesse, von dem manchmal die Rede ist, sei nicht gegeben. Also besteht auch keine Veranlassung einer allgemeinen Wiederzulassung der vorkonziliaren Messfeier, eher eine Diskussion über die Fragen, die "hinter" diesem Wunsch stehen.mehr …

ALEXANDRIA-DEKLARATION

Hochrangige religiöse Führer der drei monotheistischen Glaubensgemeinschaften, Judentum, Christentum und Islam, kamen unter dem Namen “Die religiöse Führung des Heiligen Landes“ zusammen und unterzeichneten die Alexandria-Deklaration am 21. Jänner 2002 in Alexandrien, Ägypten. In dieser Stellungnahme verpflichten sich diese Führungspersönlichkeiten, ihre religiöse und moralische Autorität für ein Ende von Gewalt und für eine Wiederaufnahme des Friedensprozesses zwischen Palästinensern und Israelis einzusetzen.mehr …

CHRISTEN UND JUDEN

Die nachkonziliaren Bemühungen um die christlich-jüdische Begegnung in Österreich erhielten durch die Synode der Erzdiözese Wien 1970-1971 eine starke Bekräftigung. Die zweite Session der Synodalversammlung nahm am 23. Oktober 1970 einen Text an, den der Wiener Erzbischof Franz Kardinal König promulgierte und so mit dem Charakter der Verbindlichkeit versah.
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