Shalom! Music Between Friends die Zweite

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Wien. Mit "Shalom! Music Between Friends" gelang einer interreligiösen Promi-Formation ein außergewöhnliches Beispiel, wie die Begegnung zwischen den Religionen spielend gelingen kann. Am 21. Oktober 2013 eroberte die All-Star-Band mit Abtprimas Notker Wolf, Bischof Michael Bünker, Sektionschef Gerhard Steger und Oberrabbiner Chaim Eisenberg die Großstadt Wien.

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Der katholische Abtprimas Notker Wolf, der evangelische Bischof Michael Bünker und Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg sangen und musizierten am Montagabend im Wiener Theater "Akzent" bei ausverkauftem Haus groß auf und erreichten so die Herzen der Anwesenden. "Wir verkopfen alles zu sehr, auch im interreligiösen Dialog", meinte der oberste Repräsentant des Benediktinerordens, um den an diesem Abend praktizierten Ausweg mit der Feststellung, "zuerst braucht es den Dialog der Herzen, und der läuft über die Musik", auf den Punkt zu bringen.

shalom web2Ähnlich äußerte sich der Oberrabbiner im Gespräch mit der moderierenden Journalistin Susanne Scholl, indem er festhielt, dass es "nichts Friedlicheres und Harmonischeres gibt, als gemeinsam zu singen". Und davon bot Eisenberg als Sänger der Band und unterstützt von den "Altenburger Sängerknaben" mit "By the rivers of Babylon" (Boney M), über jüdische Weisen bis hin zu "All you need is love" (Beatles) an diesem Abend ziemlich viel. Anders als, aber nicht unähnlich dem geistlichen Amt qualifizierte der Drummer der Band, Bischof Bünker, das gemeinsame Musizieren: Es gelte, auf Takt und Rhythmus zu achten und aufeinander zu hören. Sektionschef Gerhard Steger, im verantwortungsvollen Zivilberuf im Finanzministerium für die Erstellung des Budgets der Republik zuständig, rockte an der E-Gitarre und am Saxophon und outete sich als "der Heide" in der Runde. In seinem emotionalen Solo bekannte er: "Music was my first love" (John Miles).

shalom web10Markus Pfandler-Pöcksteiner, der Kirchenmusiker des Stifts Altenburg leitete das individualistische Promi-Ensemble und motivierte seine Sängerknaben zu musikalischen Höchstleistungen. Er zeichnete für alle Arrangements verantwortlich, die er speziell den einzelnen Musikern auf den Leib komponiert hatte. Pfandler-Pöcksteiner zeigte sich als Meister seines Faches, bei dem in der Breite der vielfältigen Aufgaben für seinen Chor und zusätzlich zu seinem kirchenmusikalischen Dienst auch die Popularmusik ihren Platz hat. Marc Bruckner am Bass bot solide das tragende Fundament für die Darbietungen des Abends.

Organisator dieses zweiten musikalischen Freundschaftstreffens nach der Premiere vor eineinhalb Jahren in Stift Altenburg war der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit, dessen Geschäftsführer Markus Himmelbauer beherzt am Klavier zu hören war. Für den Präsidenten des Komitees, den Wiener Religionspädagogen Martin Jäggle, war der Abend "ein Hochgenuss" und ein Beispiel für den Dialog der Religionen. Für Christen habe der Dialog mit dem Judentum einen besonderen Stellenwert, "weil ohne Judentum kann man nicht Christ sein".

 shalom web11Unter den zahlreichen Gästen befanden sich u.a. Nuntius Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen, der emeritierte Wiener Weihbischof Helmut Krätzl und der reformierte Superintendent Thomas Hennefeld. Die Israelitische Kultusgemeinde war durch ihren Präsidenten Oskar Deutsch und Generalsekretär Raimund Fastenbauer vertreten. Aus dem Martin Buber-Haus in Heppenheim (Hessen/ Deutschland) war Dick Pruiksma, Generalsekretär der Internationalen Rats der Christen und Juden, eigens für diesen Abend nach Wien gereist.

Der Erlös der Veranstaltung kommt der interreligiösen Bildungsarbeit des Koordinierungsausschusses zugute. Wir danken allen Spenderinnen und Spendern. Unser Dank gilt den Sponsoren Wiener Städtische und dem Benediktinerstift Altenburg.

kathpress, MkHi

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Fotos: epd, DasekStift Altenburg, P. Albert
Felix Pichler

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