„Er gewährte seinem Volk Erlösung und bestimmte seinen Bund für ewige Zeiten.“ (Psalm 111,9)


 

 

 

 

 

Dieser Vers und ein Foto eines ganz alten Ölbaums mit tiefen Wurzeln aus dem Garten Getsemani in Jerusalem hat viele Frauen und Männer inspiriert, einer Einladung zu einem Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen zum Tag des Judentums, der weltweit am 17.1. gefeiert wird, nachzukommen. Dieses Jahr war die röm.kath. Pfarrgemeinde St. Johann Nepomuk in der Leopoldstadt die Gastgeberin.

In der Pfarrkirche wurden alle persönlich herzlich begrüßt, für viele der ca. 100 Teilnehmer war es eine neue Erfahrung, von 8 Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher christlicher Konfessionen mit Weihbischof Franz Scharl an der Spitze begrüßt und durch das Gebet geführt zu werden. Bibelstellen, ein ausführlich, sehr gut überlegtes Schuldbekenntnis, Gebete, Lieder sind spürbar aus tiefstem Herzen gekommen. Der Organist hat geholfen, dass mit gutem Tempo gesungen werden konnte. Die Predigt des altkatholischen Bischofs Heinz Lederleitner ging auf die Bibeltexte und eine sehr bedenkenswerte Aussage der Geschäftsführerin des Koordinierungsausschusses Sarah Egger ein. Sie hat vor Kurzem formuliert: „Meine Vision für eine ideale Gesellschaft ist, dass alle ihre Gruppen miteinander vernetzt sind, einander durch einen aktiven Dialog kennen, jede aber ihre Eigenständigkeit behalten darf, sich die Eine für die Andere freut und vor allem, das sich niemand mehr gegenseitig umbringt.“

Auf diesem Weg wollen wir gehen! Ein Gebet, das in dieser Feier gebetet wurde, wird uns weiter wie ein Leitstern sein:       
„Wir danken dir, dass dein Volk Israel und auch wir
heute an deinen Heilstaten teilhaben dürfen,
die du an den Vätern und Müttern des Glaubens
und an ganz Israel für alle Völker offenbart hast. Denn von Zion kommt die Thora, deine Weisung, und dein Wort von Jerusalem,
unter deinem Rechtsspruch stehen alle Völker.
Führe und begleite uns auf diesem Weg
und gib uns Klarheit,
mit Israel das Licht deiner Weisung zu erkennen
und deinen heiligen Willen zu tun.
Alle: Amen.“

Im Nepomuksaal ist dieser Abend bei einer Agape mit vielen interessanten Begegnungen und Gesprächen in wärmenden Temperaturen ausgeklungen.

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