„Kinder auf der Flucht – damals und heute“ - Gedenkfeier

Wien. Das Akademische Gymnasium Wien gedachte am Donnerstag, dem 28. April 2016, zum neunzehnten Mal der „umgeschulten“ jüdischen Schüler und entlassenen Lehrer. Am 28. April 1938 mussten drei Lehrer und 175 der insgesamt 406 Schüler die Schule verlassen. Für viele war diese Vertreibung der erste Schritt in die Vernichtung.

„Nichts ist so aufklärungsresistent wie eine Identität“ - Isolde Charim und Doron Rabinovici sprachen in der Bibliothek des Koordinierungsausschusses über „Othering“ zwischen Christ_innen und Juden_Jüdinnen.

Wien. Am 16. März 2016 fand in den Räumlichkeiten des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit der Auftakt zu dessen 60-Jahr-Jubiläum statt. Im Rahmen der Vortrags- und Diskussionsreihe „Christen und Juden im Gespräch – Bilanz und Aussicht“ sprachen die Philosophin Isolde Charim und der Schriftsteller Doron Rabinovici zum Thema „Plötzlich fremd – ‚Othering‘ zwischen Christ_innen und Juden_Jüdinnen“.

Kurt-Schubert-Gedächtnispreis an Vorstandsmitglied Ruth Steiner und Historikerin Irmgard Aschauer verliehen

Zum vierten Mal wurde am 3. März 2016 der Kurt-Schubert-Gedächtnispreis für interreligiöse Verständigung verliehen. Die oberösterreichische Historikerin Irmgard Aschbauer und die wiener Autorin Ruth Steiner (Vorstandsmitglied des Koordinierungsausschusses), zwei Vorkämpferinnen des christlich-jüdischen Dialogs, nahmen den Preis im Festsaal des Linzer Priesterseminars im Beisein von u.a. Diözesanbischof Manfred Scheuer und Landeshauptmann Josef Pühringer entgegen. Die Laudatoren waren Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg und Altbischof Maximilian Aichern.

Kürzlich wurde im Böhlau-Verlag das Buch "Der "jüdisch-christliche" Dialog veränderte die Theologie. Ein Paradigmenwechsel aus ExpertInnensicht" von Edith Petschnigg und Irmtraud Fischer herausgegeben. "Veränderte der "jüdisch-christliche" Dialog die Theologie? Die in diesem Band versammelten Beiträge belegen eindeutig einen theologischen Paradigmenwechsel in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg. "

 

Artikel im Reformierten Kirchenblatt, 94. Jg., März 2016, Sarah Egger/Thomas Hennefeld

Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Wien. Es war ein langer Weg, bis christliche Gemeinden und Kirchen auf der einen Seite und jüdische Gemeinden und Vertreterinnen jüdischer Einrichtungen auf der anderen Seite in einen Dialog traten oder zumindest zum Gespräch bereit waren. [...]

 

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