ecclesia-synagoga5Raddatz, Alfred

Christliche Kunst - auch ein Spiegel des Verhältnisses von Christen und Juden

Das Bildmotiv “Ecclesia und Synagoga“, das den Gegensatz zwischen Kirche und Judentum zum Ausdruck bringen soll, entsteht in der Mitte des 9.  Jahrhunderts im Westfrankenreich  – “detestanda Judaeorum perfidia“,  um den Unglauben der Juden aufzuzeigen. Es war die kirchliche Antwort auf die judenfreundliche Politik im karolingischen Reich, besonders  Ludwigs des Frommen und Karls des Kahlen.

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit, das 2006 gefeiert wurde, hat Dr. Markus Himmelbauer folgenden Beitrag verfasst:
Markus Himmelbauer

Im Bewusstsein der bleibenden Erwählung Israels

1956 bis 2006: Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit
„Wir sind zwahedwig_koenigr nur eine kleine Initiative, aber durch unsere sachkundige und kontinuierliche Arbeit ist das gegenseitige Vertrauen zwischen Christen und Juden ist gewachsen,“ zieht Koordinierungsausschuss-Präsident Helmut Nausner Bilanz.

 


Köttl, Christoph

harandcover

Irene Harand - Gelebte Gerechtigkeit

Rezenesion des neuen Buches von Irene Harand

 

 

 

Kosmala, Benno

Hans Kosmala (1903 – 1981)

Zum 100. Geburtstag eines der größten christlichen Experten jüdischer Wissenschaft des vergangenen Jahrhunderts

Konrath, Christoph

nr-sitzungssaalGedenken anno 2008

Der Sitzungssaal des Nationalrats kann in mancher Hinsicht als Sinnbild für das Verhältnis der österreichischen Politik zur Geschichte dieses Landes gesehen werden. Die kahle Architektur der 1950er-Jahre stellt einen radikalen Bruch zu dem, was vorher war, dar. 2008 könnte die Chance bieten, nicht über Geschichte und ihre Auswirkungen reden zu lassen, sondern als Politiker Diskussion und Argumentation darüber nicht zu scheuen. Und dabei wiederum könnte die Leere des Nationalratssaals durchaus Richtschnur für eine nüchterne Auseinandersetzung sein – im Interesse der Zukunft.

Jordan, Gerhard

Rabbiner Joseph Samuel Bloch und Floridsdorf


Am 8. Mai 2002 fand auf dem Hossplatz in Wien Floridsdorf die feierliche Benennung des dortigen Parks nach Dr. Joseph Samuel Bloch (1850-1923) statt. Bloch war Floridsdorfer Oberrabbiner in den 80er-Jahren des 19.Jahrhunderts. Im Folgenden wird versucht, die Bedeutung Blochs, auch für die heutige Zeit, darzustellen.

Hribernig, Valentino

„Das Hostienwunder in Wolfsberg“

 

Die kürzlich in Kraft getretene Rechtschreibreform macht nicht nur die orthographische Überarbeitung zahlreicher im Schulunterricht eingesetzter Bücher erforderlich: Sie führt im Fall des “Kärntner Sagenbuches“ von Matthias Maierbrugger (erschienen im Verlag Johannes Heyn, Klagenfurt – seit 1970 bereits in 7. Auflage) auch zu der längst fälligen Eliminierung einer Hostienschändungsgeschichte. Diese geht zurück auf das 1338 erfolgte Pogrom gegen die jüdische Gemeinde von Wolfsberg/ Kärnten und enthält alle typischen Merkmale ihres literarischen Genres – wenngleich sie als 1970 niedergeschriebene in der jetzigen Fassung wohl (hoffentlich) die späteste ihrer Art sein dürfte.

Himmelbauer, Markus und Schulmeister, Paul

Zeichen und Zusammenarbeit

Christlich-jüdische Beziehungen in Österreich bauen auf Symbole und konkrete Initiativen

bedediktPapst Benedikt XVI. trifft bei seinem Besuch in Österreich Vertreterinnen und Vertreter der jüdischen Gemeinde an einem besonderen Ort: auf dem Judenplatz in Wien, einem Brennpunkt der Geschichte jüdischen Lebens. Er gibt Zeugnis von Verfolgungen, deren Ursache Hetze und Missgunst der Christenheit waren. Doch dort wird auch sichtbar, dass sich die Haltung der Kirchen gewandelt hat. Die Geschichte der christlich-jüdischen Beziehungen steht gerade in Wien mit der einstmals drittgrößten jüdischen Gemeinde weltweit beispielhaft für die theologische Entwicklung der Kirche.

 

Friedrich, Otto

Daheim in zwei Religionen

Ruth Steiner und ihr Bekenntnis zum Judentum und zum Christentum

Das Buch „Daheim in zwei Religionen“ von Ruth Steiner ist nicht ein großer Erinnerungsband, sondern es ist eine Zusammenstellung von Geschichten, welche die emeritierte Generalsekretärin der Katholischen Aktion Österreichs erzählt: Geschichten aus ihrer Biografie, die 1944 als Tochter jüdischer Österreicher auf den Philippinen begonnen hat, Geschichten von Ruth Steiners Engagement in der Kirche Österreichs – und da vor allem beim In-Gang-Setzen des Gesprächs zwischen Christen und Juden –, Geschichten von ihrem politischen Engagement, insbesondere was die Erinnerung an die Geschichte des 20. Jahrhunderts betrifft und Geschichten über die Zukunft – vor allem des Miteinanders von Christen und Juden.

Arnbom, Marie-Theres

„Grüß mich Gott!“

gruenbaum2Was erinnert heute noch an Fritz Grünbaum, diesen vielleicht bedeutendsten österreichischen Kabarettisten der Zwischenkriegszeit, Operetten-, Revue- und Drehbuchautor, Bühnen- und Filmschauspieler? Ein Flakturm im 6. Wiener Gemeindebezirk, der die Adresse Fritz Grünbaum-Platz 1 trägt. Eine Gasse in Wien-Süßenbrunn im 22. Bezirk. Eine fehlerhafte Gedenktafel am Kabarett Simpl. Einige wunderbare Werkausgaben und ein Lebensbild von Hans Veigl, das anlässlich des 60. Todestages von Fritz Grünbaum im Jahr 2001 erschien, geben uns eine Ahnung, wer dieser große Künstler war. 1998 geriet Fritz Grünbaum wieder in die Schlagzeilen, jedoch nicht auf Grund einer “Wiederentdeckung“, sondern auf Grund der Streitigkeiten um die ungeklärten Besitzverhältnisse eines in den USA beschlagnahmten Schiele-Bildes aus seinem Nachlass.

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