Staikos, Michael

Das Verhältnis der orthodoxen Kirchen zum Judentum

Als im Frühjahr 2001 dieser Vortrag vereinbart wurde, wussten wir nicht was einige Monate später auf die Menschheit zukommen würde und wie notwendig der interreligiöse Dialog sein wird. Es ist immer wichtig, dass wir die konkrete Situation des Lebens berücksichtigen und zwar auch mit allen soziokulturellen und politischen Gegebenheiten in den jeweiligen Ländern und Staaten. In diesem Sinne möchte ich heute über das Verhältnis der orthodoxen Kirche zum Judentum sprechen, unter einer gewisse Berücksichtigung der konkreten Situation in Österreich. Wir wissen, dass auch in Österreich nicht nur die Angehörigen der christlichen Kirchen leben, obwohl dieses Land mehrheitlich christlich und mehrheitlich römisch-katholisch ist, sondern auch Angehörige anderer Konfessionen, z.B. orthodoxe Christen, die auf eine fast 300-jährige Geschichte zurückblicken können, und Angehörige anderer Religionen, wobei die historische und schwer geprüfte Kultusgemeinde der Juden ein große Rolle spielt.
Wenn ich nun zum Thema meiner bescheidenen Überlegungen und zum Verhältnis der griechisch-orthodoxen Kirche, die in Österreich offiziell griechisch-orientalisch heißt, und der Orthodoxie im allgemeinen zum Judentum komme, so möchte ich einerseits über die Rolle des Judentums im liturgischen Leben und im Glauben meiner Kirche und andererseits über den interreligiösen Dialog zwischen der Orthodoxie und dem Judentum sprechen.1)

1. Der Gottesdienst der orthodoxen Kirche

Einheit der beiden Testamente
Für die orthodoxe Kirche ist die Hl. Schrift die Hauptquelle ihres Glaubens. In der Hl. Schrift begegnet Gott selbst durch sein Wort den Menschen. Wenn Gott auf vielerlei Weise zu den Vätern vor der Inkanation Christi gesprochen hat, ist es evident, dass damit auch die Kontinuität dieses Sprechens, oder anders formuliert, die Kontinuität der Offenbarung Gottes gemeint ist. Die Einheit des Alten und des Neuen Testaments wird als die logische Konsequenz bei den Kirchenvätern sehr ernst genommen. Athanasius von Alexandrien betont z. B. mit Nachdruck: „Unsere ganze Schrift ... die alte und neue, ist von Gott inspiriert und nützlich zur Belehrung“.2) Der Hl. Athanasius ist aber noch konkreter und bestimmter, wenn er mahnt: „Man muss aber diejenigen, die die alte und neue Schrift teilen, tadeln, da sie in der Kirche nicht Gott preisen können, wenn sie nicht die Quellen Israels haben, noch ihren Herrn, weil sie auch die Gottheit zu teilen wagen“.3)
Wenn also die Einheit des Alten und des Neuen Testaments für die christliche Botschaft wichtig ist, bedeutet das nicht die Einheit von zwei Büchern, auch nicht nur die Einheit von zwei Epochen als ein zeitliches diachronisches Problem, sondern es bedeutet vielmehr die Kontinuität und Einheit auch der Menschen, die in diesen Zeiten gelebt haben und von denen diese Hl. Schrift spricht, wenn auch als unterschiedliche Phasen mit vielfältigen und eigenen Merkmalen ihrer Existenz. Es gab also auch in dieser „vorchristlichen“ Zeit die Möglichkeit der Gottesoffenbarung und der Gotteserkenntnis und zwar nicht nur als eine erkenntnistheoretische Angelegenheit, sondern als eine Heilsvoraussetzung, also im soteriologischen Sinn.
Aus diesem Grunde haben wir in der orthodoxen Kirche sehr viele Festtage auch für Heilige aus der alttestamentlichen Zeit ohne irgendeine qualitative Unterscheidung in der Hagiologie oder in der Heiligenverehrung. Sie werden sogar als Vorbilder für die Christen hingestellt.4) In der Chrysostomusliturgie wird im Zentrum der Hl. Eucharistiefeier gerade diese universale Heilsgemeinschaft ohne irgendwelche Unterscheidungsmerkmale manifestiert, wenn es heißt:
„Ferner bringen wir diesen geistigen Gottesdienst dar für die im Glauben ruhenden Urväter. Väter, Patriarchen, Profeten, Apostel, Verkündiger, Evangelisten, Märtyrer, Bekenner, Asketen und für jeden gerechten Geist, der im Glauben sein leben vollendet hat. Insbesondere für unsere hochgelobte Herrin Maria, für den heiligen Profeten, Vorläufer und Täufer Johannes, die heiligen Apostel ...“5)
 
Es handelt sich also hier tatsächlich um die Zugehörigkeit zur gleichen Heilsgemeinschaft in einer kontinuierlichen Form, wie gesagt, wenn auch in unterschiedlichen Phasen und Kategorien. Die Universalität des Heils wird dadurch zum Ausdruck gebracht womit die Frage nach der Universalität der Erlösung positiv beantwortet werden muss.
In diesem Sinne müssen wir auch den Ausdruck in unserem Glaubensbekenntnis verstehen, wo es heißt, wir glauben an den Hl. Geist, „der gesprochen hat durch die Profeten“. Der Profet spricht nicht nur im Voraus über das, was später realisiert wird, sondern er spricht im Namen Gottes über das, was in seiner Zeit geschieht oder geschehen soll. Deshalb waren die Profeten die Sprecher Gottes bzw. des Hl. Geistes für die Heilsgeschichte auch ihrer Zeit.
Welche Bedeutung die Hl. Schrift als Quelle der göttlichen Offenbarung im Leben der orthodoxen Kirche einnimmt, beschreibt ein rumänischer Bischof so:
„In der orthodoxen Kirche kommt der Bibel eine vielfältige Bedeutung zu. Sie ist die Hauptquelle der Offenbarung und das Wort Gottes an die Menschen. Die Bibel ist die Gabe Gottes als Zeichen seines Bundes nicht nur mit einem einzelnen, sondern mit der ganzen Kirche. Sie ist die Gabe des Hl. Geistes, der die hl. Verfasser inspiriert und vor jeder Verwirrung bewahrt hat.
Der orthodoxe Gottesdienst ist wie ein großer Baum, voll mit Ästen und Früchten, aber er wurzelt in dem Samen der Hl. Schrift und ist unter der Fürsorge des Hl. Geistes gewachsen, der die hl. Verfasser inspiriert hat. Die Gläubigen hören in der Kirche auch die Texte des Alten Testaments mit großer Frömmigkeit; oft knien sie, oder sie stehen in ergebener Aufmerksamkeit. Das Verlesen des Wortes Gottes durch die Profeten bildet einen wichtigen Bestandteil des Gottesdienstes.“6)
 
Das Alte Testament benutzt die orthodoxe Kirche in der griechischen Übersetzung des hebräischen Textes, wie sie in der sogenannten „Septuaginta“ überliefert wurde, die nach der Überlieferung von 70 Gelehrten im 3. vorchristlichen Jahrhundert in Alexandrien angefertigt worden sein soll und die in der alten Kirche allgemein gebräuchlich war.
Grundlage der liturgischen Formen der orthodoxen Gottesdienstes ist das Gebet der Psalmen und das Vortragen von Lesungen aus den Büchern des Alten Testaments. Und wenn man von der besonderen Schönheit und Pracht des orthodoxen Gottesdienstes spricht, so verdankt man dies auch der Erhabenheit der poetischen und von Gott inspirierten Sprache des Alten Testaments, dessen immerwährende Aktualität wir immer wieder spüren.

Lebendige biblische – jüdische Traditionen
Orthodoxer Glaube ist biblischer Glaube, denn er ist von der Schöpfung bis zur Erlösung biblisch gedacht. Und dieser biblische Glaube kommt immer wieder vor, sei es beim Anlegen der liturgischen Gewänder oder bei vielen Ritusformen, die einen jüdischen Ursprung haben, z B. bei der Trauung, oder beim orthodoxen Gottesdienstraum, der wie Salamons Tempel auch heute in der Regel nach Osten ausgerichtet ist und als Symbol der Hoffnung und des Lebens gilt. Durch seine Dreigliederung hat der orthodoxe Kirchenraum Kennzeichen des alttestamentlichen Tempels bewahrt. Auch die griechische Bezeichnung für das orthodoxe Gotteshaus (naós) bedeutet Tempel. Bei geöffneter Königstür ist vom Kirchenschiff aus der siebenarmige Leuchter auf dem Altar zu erkennen, der wie die Profetengestalten an der Ikonenwand zu den aus dem Alten Bund herüber wirkenden Zeichen und Symbolgestalten gehört. Der Blick der Orthodoxie ist jedoch nicht nach rückwärts gerichtet, wohl aber hat sie nicht vergessen, sondern in Leben und Lehre festgehalten, dass es der Alte Bund ist, in dessen Raum und Rahmen das Gebot und jene Verheißung aufklangen, die sich beide in Christus erfüllten.
Ich werde nun einige Verse aus den Gebeten der orthodoxen Riten zitieren, die zwischen 1000 und 1500 Jahre alt sind, um zu zeigen welchen Stellenwert das Alte Testament im Leben der orthodoxen Kirche hat.
So heißt es z.B. bei der Weihe des Öls für die Taufe:
„Herr, Gott unserer Väter, der du jenen, die in der Arche Noahs waren, eine Taube gesandt hast, die einen Ölzweig im Schnabel hatte als Sinnbild der Versöhnung und Errettung von der Sintflut, und dadurch das Mysterium der Gnade vorgebildet; der du dir Frucht des Ölbaums zur Erfüllung deiner heiligen Mysterien gegeben hast, der du dadurch auch jene, die unter dem Gesetz waren, mit dem Heiligen Geist erfüllt hast, und jene, die unter der Gnade sind, vollkommen machst, segne du selbst auch dieses Öl ...“
 
Und das Entlassungsgebet der Taufe lautet:
„Herr, unser Gott,... segne dieses Kind, und dein Segen komme auf sein Haupt herab, und wie du durch den Profeten Samuel den König David gesegnet hast, so segne auch das Haupt deines Knechtes, indem du über ihn kommst durch deinen Heiligen Geist auf dass er an Alter zunehme und auch im grauen Alter dir Lobpreis empor sende und schauen möge das Glück Jerusalems alle Tage seines Lebens.“7)
Bei der Handauflegung zur Bischofsweihe wird für den Kandidaten u. a. folgendes gebetet: „Herr, unser Gott, bestärke deinen Diener, wie du die Profeten bestärkt hast, wie du di Könige gesalbt und die Hohenpriester geweiht hast...“8)

In der Feier der Trauung beten wir folgendes:
„Herr unser Gott, du hast den Diener des Patriarchen Abraham nach Mesopotamien begleitet, als er gesandt wurde, für seinen Herrn Isaak eine Braut zu werben, und ihm durch das Mittel des Wasserschöpfens geoffenbart, die Rebekka anzuverloben; segne du selbst die Verlobung deiner Knechte und stütze das von ihnen gesprochene Wort ... Du selbst nun, Herr, unser Gott, der du die Wahrheit auf dein Erbe und deine Verheißung auf deine Knechte, unsere Väter, deine Auserwählten, von Geschlecht zu Geschlecht herabgesandt hast, segne und stütze die Verlobung deine Diener ... Mit einem Ring wurde dem Josef in Ägypten die Gewalt gegeben, mit einem Ring wurde Daniel im Land von Babylon geehrt, mit einem Ring wurde die Wahrheit bei Tamar offenbar, mit einem Ring hat unser himmlischer Vater sich dem verlorenen Sohn gnädig gemacht .... Diese deine Rechte, Herr, schützte Mose im Roten Meer, denn durch dein wahrhaftiges Wort sind die Himmel gefestigt und die Erde gegründet ...“
 
In dem großen Segensgebet des Hochzeitsritus heißt es u.a.:
„Herr, unser Gott, segne diese deine Diener, wie du Abraham und Sara, Isaak und Rebekka, Jakob und alle Stammväter, Josef und Asenat, Mose und Zippora, Joachim und Anna, Zacharias und Elisabeth gesegnet hast ... Behüte sie, Herr, unser Gott, wie du Noa in der Arche, Jonas im Bauch de Seeungeheuers, die drei heiligen Jünglinge vor dem Feuer behütet hast, indem du ihnen Tau vom Himmel herab sandtest ...“ Und bevor das neue Ehepaar die Kirche verlässt, wird folgender Segenswunsch ausgesprochen: „Sei gepriesen Bräutigam, wie Abraham und gesegnet wie Isaak und vermehre dich wie Jakob, indem du in Frieden wandelst und in Rechtschaffen die Gebote Gottes hältst. Und du, Braut, sei gepriesen wie Sara und freudvoll wie Rebekka und vermehre dich wie Rahel, indem du dich freust an deinem Mann und die Grenzen des Gesetzes beachtest; denn daran hat Gott Wohlgefallen.“9)
 
Mit einem solchen Vertrauen und mit einer solchen Verbundenheit zur Welt des Alten Testaments segnet die orthodoxe Kirche ihre Kinder und ihre Bischöfe, und mit solchen Segenswünschen schickt sie das Brautpaar als Eheleute und Hauskirche in die Ehegemeinschaft und in das neue Gesellschaftsleben.
Solche und andere Elemente des alttestamentlichen Bundeskultes, bei dem JHWH im Tempel erscheint und in einem Bundesfest seinen Bund je und je erneuert, sind liturgiegeschichtlich bis heute wirksam geblieben. In einer Art alttestamentlicher Typologie, die keine Wirklichkeit im Sinne der Vergegenwärtigung, sondern Vorzeichen und Ankündigung des eucharistischen Geschehens bedeutet, wird liturgisch mit Gesten, Handlungen und Zitaten, die fast ausschließlich dem Alten Testament entnommen sind, die Heilsgeschichte im Verborgenen vorgezeichnet, in der festen Zuversicht, dass sie in der anschließenden Göttlichen Liturgie vergegenwärtigt und offenbart wird. Der orthodoxe Gottesdienst, in dessen Rahmen der orthodoxe Christ sein religiöses, geistiges und spirituelles Leben entwickelt, ist Theophaniegottesdienst im Hl. Geist.
 
Derselbe Heilige Geist leitet Juden und Christen
Hier möchte ich noch etwas hervorheben, das in das christliche Glaubensbekenntnis, auf dessen Formulierung die Kirchenväter des Ostens maßgeblich beteiligt waren, sicherlich nicht zufällig aufgenommen wurde: Der Heilige Geist ist es, der durch die Profeten gesprochen hat, durch die Profeten des Alten Testaments. Er ist also derselbe Heilige Geist, der die zwei Epochen des Alten und des Neuen Testaments in der großen einen Heilsgeschichte verbindet, der das Alte und das neue Testament zur einer Heiligen Schrift macht. Wir beten es in unserem einzigen ökumenischen christlichen Glaubensbekenntnis. Die göttliche Liebe ist stärker als die Schwäche des Menschen.
Im Hebräerbrief heißt es: „Viele Male und auf vielerlei Weise hat Gott einst zu den Vätern gesprochen durch die Profeten“. (Hebr 1,1), was eigentlich als parallele Stelle zu unserem Glaubensbekenntnis verstanden werden kann, wo es vom Heiligen Geist noch einmal konkret heißt: „der gesprochen hat durch die Profeten“. Derselbe Hl. Geist ist also der, der, auch in dieser Zeit die Menschen des Alten Testaments, das jüdische Volk ohne Ansehen der Person, führen will. Der Hl. Athanasius betont dazu: „Denn derselbe Geist ist in allen, und gemäß der Verteilung desselben auf jeden einzelnen dient jeder der ihm verliehenen Gnade und verwirklicht sie, sei es Profezeiung, sei es Gesetzgebung oder Erinnerung an Geschehenes, oder die Gnade der Psalmen“. Viele Profeten werden zum Vermittler der Erkenntnisfrucht und der Offenbarung des Hl. Geistes genannt.
Diese Profeten werden vom Hl. Athanasius auch als „Mund“ des Heiligen Geistes bezeichnet. Mit alttestamentlichen und neutestnamentlichen Texten untermauert er seine feste Überzeugung von der Wirkung des Hl. Geistes in dieser Zeit des Alten Testaments, demzufolge die Profeten als die damaligen Charismatiker mir feurigen Aufforderungen, Mahnungen und Profezeiungen ihr Volk zur Reue und Umkehr (metanóia) bewegen wollten. Die Wirkung des Hl. Geistes bei den Profeten erwähnt der Hl. Basilius auch an mehreren Stellen. Und er gilt als der eigentliche Urheber der Pneumatologie, d.h. der Lehre des 2. Ökumenischen Konzils über den Hl. Geist.
Wenn das aber uns bewusst ist, dann betrachten wir auch die Menschen dieser zwei Testamente, dieser zwei Epochen als gleichwertig, als vom gleichen Hl. Geist geführt und inspiriert, wenn auch mit unterschiedlicher Prägung und Intensität? Auch Jesus selbst sagte: „Glaubt ja nicht, ich bin gekommen, um das Gesetz und die Profeten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um sie aufzuheben, um sie zu beseitigen, sondern um sie zu vollenden, um sie zu erfüllen.“ (Mt 5,17)
 

2. Dialog der Religionen

Dieser Hl. Geist hat, so glaube ich, auch zur theologischen Erneuerung geführt, besonders hinsichtlich des Verhältnisses zum Judentum und zum jüdischen Volk und diese Bewegung hat seit 1945 eine beträchtliche Anzahl von Kirchen erfasst, darunter auch die große Familie der orthodoxen Kirchen. Die erste dem Rang nach orthodoxe Kirche, das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel, hat in großer Weisheit und Behutsamkeit diesen revolutionären Prozess des jüdisch-orthodoxen Dialogs als eine ökumenische Realität von Anfang an mitgetragen. Indem die Mutter Kirche aller autokephalen orthodoxen Kirchen und der griechisch-orthodoxen Diaspora, das Ökumenische Patriarchat, immer wieder auf der theologischen Dimension dieses Prozesses insistierte, hat sie weltweit eine ökumenische Offenheit und Glaubwürdigkeit auch im interreligiösen Dialog gewonnen.
So ist die Kirche von Konstantinopel der Versuch zu verdanken, den seit den 70er Jahren in manchen Kirchen theologisch stagnierenden jüdisch-christlichen Dialog von christlich-orthodoxer Seite theologisch neu zu stimulieren. Das führte zu bislang drei Internationalen Akademischen Konsultationen: 1977 in Luzern. 1979 in Bukarest und 1993 in Athen, wo als Hauptthema die dialektische Behandlung einer Frage gewählt wurde, die nicht nur für jede der beiden Seiten, sondern auch für die tieferen Beziehungen der beiden Religionen von ausnehmender Bedeutung ist: „Kontinuität und Erneuerung“. Die Forderungen nach „Kontinuität“ als auch nach „Erneuerung“ weisen im Vergleich viele gemeinsame Elemente in der religiösen Erfahrung auf, obwohl sie hinsichtlich des Inhalts als auch ihres Bezuges auf die Beziehung Gottes zum Menschen und zur Welt wesentlich unterscheiden. Kriterien für die Interpretation der religiösen Erfahrung sind für das Judentum das Gesetz (Tora) und das geschichtliche Erleben des Ersten Testament Gottes mit dem Menschen in Christus, das in der christlichen Kirche als die Erfüllung des Gesetzes und der Profeten des Alten Testamentes erlebt wird. Die Veröffentlichung der Konsultationspapiere von Athen präsentierte der Ökumenische Patriarch Bartholomaios bei seinem Besuch in Jerusalem in der dortigen Ökumenischen Theologischen Forschungsgemeinschaft im Mai 1995. Als der Ökumenische Patriarch nach seiner beachtlichen Rede, in der er zu einer Vertiefung des jüdisch-christlichen Dialogs und der Ökumene in Jerusalem ermutigte auf Bitten der jüdischen Veranstalter alle Anwesenden unter seinen Segen stellte, war das ein Moment, der von vielen als historisch und von noch mehr als ein Moment des Hl. Geistes verstanden wurde, wie er bei der vollen Ökumene erfahrbar ist.
 
Bosporus Deklaration
Als eine weitere konkrete Aktion in diesem Geist möchte ich hier die Initiative des Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel Bartholomaios I. erwähnen, der eine interreligiöse Konferenz über Frieden und Toleranz im Jahre 1994 in Istanbul einberufen hat, an der Christen – Orthodoxe und Katholiken – Juden und Muslime teilgenommen haben. Bei dieser Konsultation wurde die sehr interessante und wichtige „Bosporus-Deklaration“ verabschiedet, die vom Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios, vom Präsidenten des Päpstlichen Rates für Frieden und Gerechtigkeit und Cor Unum, Kardinal Roger Etchegaray, und vom Präsidenten des Türkischen Kultusamtes Mehmet Nuri Yilmaz unterschrieben wurde.
Gleich am Beginn dieser Deklaration wird mit Nachdruck die Feststellung bekräftigt, dass „ein Verbrechen im Namen der Religion ein Verbrechen gegen die Religion ist.“10)
„Wir, die Unterzeichneten, weisen jeden Versuch zurück, die Grundsätze unseres Glaubens durch falsche Interpretation und durch ungehemmten Nationalismus zu korrumpieren. Wir stellen uns entschlossen gegen jene, die sich an der Heiligkeit des menschlichen Lebens vergehen und eine Politik verfolgen, die allen moralischen Werten Hohn spricht. Wir weisen die Vorstellung zurück, es sei möglich, solche Taten, in welchem bewaffneten Konflikt auch immer, im Namen Gottes zu rechtfertigen.“11)
 
Wichtig ist hier dieses „Wir“ besonders hervorzuheben. „Wir, die Unterzeichneten“ bedeutet eben die gemeinsame Überzeugung und die gemeinsame Verpflichtung vom Christen, Juden und Muslimen, die wohl mehr gewichtig sind als die bloße Bereitschaft für einen Dialog.
Diese Bosporus-Deklaration stellt einen wichtigen Grundstein von interreligiösem Dialog dar und darüber hinaus ein Vorbild eine effektiven und klaren Zusammenarbeit für vorhandene und mögliche Konflikte in den Ländern, in denen diese Religionen existieren.
 
Ökumenische Stellungnahmen: Einheit der Menschheit
Diesen interreligiösen Geist und diese Einstellung bringt die orthodoxe Kirche auch in den bilateralen theologischen Dialogen mit den anderen christlichen Kirchen mit. Im November 1979 besuchte Papst Johannes Paul II. den Ökumenischen Patriarchen Dimitrios I. in Konstantinopel. Patriarch Dimitrios sagte in seiner Begrüßungsrede u.a. wörtlich:
„Und jenen von den Nichtchristen, die sich gefragt hätten, was für sie die christliche Einheit bedeute, könnten wir antworten, dass die angestrebte christliche Einheit sich gegen niemanden richtet, sondern dass sie vielmehr ein positives Angebot und eine positive Diakonie darstellt für alle Menschen, unabhängig von Geschlecht, unabhängig von Rasse, unabhängig von Religion, unabhängig von sozialer Schicht gemäß dem fundamentalen christlichen Prinzip, da ist kein Unterschied zwischen Juden und Christen, zwischen Sklaven und Freien, zwischen Mann und Frau. (Gal. 3,28)“12)

Die Manifestation solcher orthodoxer Auffassungen, die Gott sei Dank heute nicht nur in der Orthodoxie vorkommen, ist sehr deutlich bei den gemeinsamen Aktivitäten von Ökumenischen Organisationen, z.B. der Konferenz Europäischer Kirchen. So betonte die Erste Europäische Ökumenische Versammlung in Basel im Mai 1989 in ihrer Botschaft mit Nachdruck u. a.: „Jeder Mensch unabhängig von Geschlecht, Rasse, Nation und Sprache trägt Gottes Bild in sich und ist darum gleichberichtigtes Glied der Gesellschaft.“13) Dieser Text hat sein Fundament in einem Dokument aller orthodoxen Kirchen aus dem Jahre 1986 in dem ausdrücklich hervorgehoben wird, dass jeder einzelne Mensch „unabhängig von Farbe, Religion, Rasse, Nationalität und Sprache das Bild Gottes in sich trägt und unser Bruder oder unsere Schwester und gleichberechtigtes Glied der menschlichen Familie ist.“14)
Die fundamentale Auffassung über die Notwendigkeit der interreligiösen Dialogs wurde dann auch in Graz im Juni 1997 bei der Zweiten Europäischen Ökumenischen Versammlung, bei der die orthodoxen Christen aus ganz Europa eine Hauptrolle gespielt haben, in eindrucksvoller Weise zum Ausdruck gebracht, indem der Dialog mit den Religionen und Kulturen, die Sicherung von Religionsfreiheit und Menschenrechten und die Bestimmung eine Tages, der dem Dialog mit dem Judentum und der Begegnung mit dem lebendigen jüdischen Glauben gewidmet ist, empfohlen wurde. Begründung: Die Begegnung zwischen Menschen vollzieht sich nicht nur auf einer intellektuellen Ebene, sie brauch eine spirituelle uns symbolische Dimension um tief und tragfähig zu sein. In der Schlussbotschaft von Graz wird empfohlen: „Fortsetzung ernsthafter interreligiöser Dialoge, im Bewusstsein, dass selbst in Europa Einzelne und Kirchen immer noch um ihres Glaubens willen leiden.“15)
 
17. Jänner – Tag des Judentums: Beitrag zur Menschenwürde
Auch die Charta Oecumenica vom 22. April 2001, die wesentliche Leitlinien für die wachsende Zusammenarbeit unter den Kirchen in Europa beinhaltet, stellt fest, dass „eine einzigartige Gemeinschaft uns mit dem Volk Israel verbindet“, allen Formen von Antisemitismus und Antijudaismus in Kirche und Gesellschaft entgegenzutreten; auf allen Ebenen den Dialog mit unseren jüdischen Geschwistern zu suchen und zu intensivieren.“16)
In diesem Sinne heißt es in der Erklärung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich zum Christentag 1999:
„Wir beten, dass Versöhnung auch das Verhältnis zwischen Juden und Christen bestimme, und alle Kirchen erkennen, dass der Heilsweg des Ersten Testaments weiterhin gültig ist und so mit allen Formen des Jahrhunderte alten Judenhasses brechen.“

Weiteres haben die 14 Mitgliedskirchen des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich den 17. Jänner zum „Tag des Judentums“ bestimmt. Eine christlich-jüdische Begegnung in Wiener Synagoge hat schon stattgefunden und zu meinen Höhepunkten als Vorsitzender des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich gehört der offizielle Besuch der Oberrabbiners Eisenberg bei der Vollversammlung dieser ökumenischen Organisation und die damit signalisierte Erweiterung bzw. Intensivierung des christlich-jüdischen Dialogs in Österreich.
In der offiziellen Haltung des Ökumenischen Patriarchates und der orthodoxen Kirche dem Judentum gegenüber, die von Fanatikern und konservativen Kreisen – die es auf allen Seiten gibt – kritisiert wird, in dieser orthodoxen Haltung, die auch eine gesamteuropäische christliche ökumenische Haltung ist, liegt die Grundlage für alle Menschenrechte, die gegenseitige Achtung und Respektierung des Menschen als Person mit ungeteilter Würde: Menscherechte ohne Menschenwürde sind nicht möglich. Daher sind die Missachtung und dir Verachtung des Menschen und seiner Würde Grundstufen zur Verletzung der Menschenrechte. Dies gilt für die einzelnen Menschen, aber auch für ganze Gruppen, ja auch für ganze Völker. Dies gilt für jede Minderheit. Ob ethnische, sprachliche oder religiöse.
„Eine Minderheit ... muss in ihrer Andersartigkeit geachtet werden. Die Freiheit des Menschen ist untrennbar verbunden mit der Freiheit der Gemeinschaft, der er angehört. Jede Gemeinschaft muss sich gemäß ihrer charakteristischen Eigenschaften entfalten und entwickeln könne. Ein solcher Pluralismus müsste eigentlich das Leben aller Länder bestimmen. Die Einheit einer Nation, eines Landes oder eines Staates müsste daher das Recht auf Verschiedenartigkeit der menschlichen Gemeinschaft einschließen.“17)
 
Solidarität in Zeiten der Verfolgung
Wenn man das Judentum aus dieser orthodoxen theologischen Perspektive betrachtet, die die einzige offizielle und legitime Stellung der Orthodoxie gegenüber dem Judentum ist, dann muss man die Kirchentexte der Karwoche, die eine sehr harte und kritische Sprache gegen das Volk der Juden gebrauchen, nicht als eine Haltung im Sinne des üblichen Antisemitismus einstufen. In diesem Fall richtet sich die orthodoxe Kirche nicht gegen das Volk Israel und das poetisch ausgedrückte harte Wort ist keinesfalls eine antisemitische Vorgangswiese, sondern ein Ausbruch der Enttäuschung gegen die konkreten Menschen einer konkreten Zeit, die die Fülle oder Zeit nicht gesehen und die Zeichen nicht erkannt haben. Jede andere Haltung oder Interpretation ist zu verurteilen, weil sie nicht dem positiven Geist der orthodoxen Kirche dem Judentum gegenüber entspricht und das traurige Ergebnis von äußeren, d. h. politischen, wirtschaftlichen u.a. Umständen ist.
So hat z. B. die orthodoxe Kirche in Griechenland und in der orthodoxen Diaspora die Juden während des II. Weltkriegs nicht verraten, sondern mit allen Mitteln zu retten versucht. Der Historiker und Schriftsteller Albertos Nar, dessen Interessensgebiet vor allem in der Geschichte und im Brauchtum der jüdischen Gemeinde von Thessaloniki liegt, schreibt dazu:
„Am 15. März 1943 fuhr der erste Zug in Richtung der Todeslager Auschwitz und Birkenau los. In nur wenigen Wochen wurden die Juden von Thessaloniki zu den Plätze ihrer Vernichtung gebracht. An dieser Stelle soll die Selbstlosigkeit unserer nichtjüdischen Brüder und Schwestern betont werden, die, ihr eigenes Leben aufs Spiel setzend, vielen Juden eine Zufluchtsstätte boten. Vor allem der Klerus, die nationale Widerstandsgruppe und die Sicherheitskräfte versuchten zu helfen. Es gab einen offiziellen Brief des Erzbischofs, den 29 Präsidenten anderer Organisationen unterschrieben, darunter die Präsidenten der Akademie, der Universitäten und der Kammern. Das Dokument betonte die untrennbare Verbundenheit von griechisch orthodoxen und griechischen Juden. Nirgendwo im besetzten Europa hatte es eine ähnliche Aktion gegeben.“18)
 
Diese Haltung wurde immer wieder und zuletzt im Jahre 2000 von der Israelitischen Kultusgemeinde in Griechenland und dem Israelischen Staat offiziell und feierlich anerkannt.
Natürlich ist es mir auch ganz bewusst, dass es nicht einfach ist, die vielen vorhandenen Probleme zu überwinden, Probleme, die mit dem Geheimnis und der Offenbarung des Glaubens zusammenhängen und keinesfalls als antisemitische oder antichristliche Einstellung zu betrachten sind. Wir dürfen aber durch diese Probleme nicht den Weg zueinander versperren lassen. Das bedeutet also Dialog, allerdings ohne Verleugnung oder Relativierung der eigenen Identität.
 
Keine Alternative zum Dialog
Ich habe versucht – zum ersten Mal in Wien –, das Verhältnis der Orthodoxie zum Judentum aus der Perspektive des liturgischen, des kirchlichen und des religiösen Lebens kurz darzustellen und auf die positiven Ergebnisse des interreligiösen Dialogs hinzuweisen. Obwohl man sehr viel jüdisches als rein christliches betrachtet: Tatsache ist und bleibt, dass der christliche und somit auch der orthodoxe Glaube jüdische Wurzeln hat, die für die Orthodoxie, für die hier heute Abend sprechen darf, ein Geschenk und Segen Gottes sind, denn jede gute und vollkommene Gabe kommt von oben, vom Vater des Lichtes und des Lebens.
Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios hat in einer Botschaft an die Kommission des Dialogs mit dem Judentum unter anderem auch die folgenden Punkte unterstrichen:
„Diese gemeinsame geistliche Herkunft von Christen und Juden scheint heute mehr denn je einen günstigen Boden zu bieten, um die Folgen der gegenseitigen Feindschaft abzuschütteln und eine neu Beziehung untereinander aufzubauen, eine echte und authentische Beziehung, die der inneren Bereitschaft entspringt, einander zu verstehen und besser kennen zu lernen ... Heute sind wie nie zuvor alle, die an Gott glauben, ganz besonders aber die Glieder derselben geistlichen Familie, aufgerufen, gemeinsam und im Dialog das reiche Zeugnis ihrer Traditionen darzubringen bei der dringend gebotenen Suche nach Auffindung der tauglichsten Lösungen für die großen und ernsten Probleme, die wir gemeinsam erleben und die aus dem Verfall der moralischen und geistigen Werte im allgemeinen und speziell aus der Verletzung der Würde der menschlichen Person, dieses einzigartigen und unwiederbringlichen Bildes Gottes, entstanden sind.“
 
Das ist auch meine persönliche Überzeugung, nämlich dass der Dialog, obwohl dieses Wort oft missbraucht wurde, keine Alternative hat. Der echt geführte Dialog kann immer helfen und erst dann noch mehr, wenn die Beziehungen der Partner oder der Gegner in tieferen Krisen geraten. Deshalb halte ich auch nichts davon, wenn manche immer wieder mit dem Abbruch der Gespräche und es Dialogs drohen, wenn die Situation oder Beziehungen kritischer werden. Wenn der Dialog verweigert wird, ist die friedliche Koexistenz der Menschen ernsthaft gefährdet, denn neben dem schrecklichen Holocaust der menschlichen Wesen gibt es auch den Holocaust der Ideen und des Geistes, den Holocaust der Werte. Das ist meine Grundauffassung als orthodoxer Christ und Bischof, das ist meine Grundposition auch als Mitglied des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich und somit verantwortlich seitens der Orthodoxie für die Ökumene und den Dialog mit dem Judentum in Österreich.
Aus allen diesen Gründen und im Sinne eine friedlichen und menschenwürdigen Existenz aller Menschen betrachtet die orthodoxe Kirche den Dialog mit dem Judentum als ein großes, sinnvolles und notwendiges Anliegen im Rahmen ihres Beitrags und ihrer Verantwortung zur Gestaltung und Förderung der Ökumene zum Wohl der Menschheit und des Menschen, der als Person Abbild eines und des selben Urbildes ist.
Ich will abschließen mit dem Gedicht eines mir unbekannten griechischen Dichters, das ich zufällig in einer kirchlich geprägten konservativen Literaturzeitschrift aus dem Jahre 1953 gefunden habe. Es ist „Dem Juden“ gewidmet, d.h. den griechischen Juden gewidmet, den Holocaustopfern aus den griechischen Ionischen Inseln Korfu, Kefallonia, Zakynthos und Ithaka:
Schwer geprüftes Volk, stumm sind die Harfen,
die du seit ewiger Zeit an den Weiden aufgehängt hast.
In der Tiefe deiner Seele hast du Sein Gebot gehört.
Im Geschrei hast du Sein Gebot gehört.
Mitmensch!
Diese Seine Liebe ist die einzige Liebe.
Was heißt Grieche oder Jude?
Eine ist die Sprache aller Menschen.
Jedes Herz spricht die Sprache aller Menschen.
Eine ist die Quelle, aus der alle Völker trinken
Und ihren Durst stillen.
Eine ist die Sonne: Sie strahlt und gibt den Augen Licht,
Damit die ewige Finsternis leuchte.19)

Literatur
  • Petra Heldt, der Jüdisch-Christliche Dialog in Jerusalem und seine Folgen, in: Eucharisteria, Festschrift Damaskinos Papandreou, Metropolit der Schweiz, Athen 1966, S 45-52ff.
  • Anastasions Kallis, Brennender, nicht verbrennender Dornbusch. Reflexionen orthodoxer Theologie, Münster 1999.
  • Anastasios Kallis, Orthodoxie. Was ist das?, Münster 1999
  • Grigorios Larentzakis, Die Orthodoxe Kirche, Graz-Wien-Köln 2000.
  • Metropolit Michael Staikos, Auferstehung. Von erlebter orthodoxer Spiritualität, Wien 2000.
  • Reinhard Thöle, Zugänge zur Orthodoxie, Göttingen 1988 (Bensheimer Hefte 68).
  • Albertos Nar, Die jüdische Gemeinde von Thessaloniki, in: Brigitte Ungar-Klein (Hg.), Jüdische Gemeinden in Europa, Zwischen Aufbruch und Kontinuität, Wien 2000.
 
Anmerkungen
1) Vortrag im Jüdischen Institut für Erwachsenenbildung am 29.10.2001.
2) Athanasius, Ad Marc. 2, PG 27, 12B.
3) Athanasius, Exp. in Psalm 67, 27, PG 27, 301B.
4) Vgl. Grigorios Larentzakis, Einheit der Menschheit Einheit der Kirche bei Athanasius. Vor- und nachchristliche Soteriologie und Ekklesiologie bei Athanasius von Alexandrien, (Grazer Theologische Studien 1) Graz 1981. 182ff.
5) Liturgie. Die Göttliche Liturgie der orthodoxen Kirche. Deutsch-Griechisch-Kirchenslawisch, hg. und erläutert v. Anastasios Kallis, Mainz 1989, 136f.
6) Bischof Vasile von Oradea, Die Bedeutung der Heiligen Schrift und der Tradition im gottesdienstlichen Leben der orthodoxen Kirche, in: Die Heilige Schrift, die Tradition und das Bekenntnis, Hg: Kirchliches Außenamt der EKD, Beiheft zur Ökumenischen Rundschau, Nr. 42, Frankfurt 1982, 65f.
7) Taufgottesdienst der orthodoxen Kirche, hg. und erläutert v. Anastasios Kallis, Münster 1999.
8) Archiepatikón, Athen 1994.
9) Trauungsgottesdienst der orthodoxen Kirche, hg. V. Sergius Heitz, Düsseldorf 1988.
10) Die Bosporus Deklaration in deutscher Übersetzung von Otto König und Andrea Pfandl in: Ökumenisches Forum 18(1995)323 326.
11) Ebd.
12) G. Larentzakis und J. Greifeneder, Der Besuch des Papstes Johannes Paul II. beim Ökumenischen Patriarchen Dimitrios I. (29.-30. November 1979), in: Ostkirchliche Studien 29 (1980) 188.
13) Frieden in Gerechtigkeit. Die offiziellen Dokumente der Europäischen Ökumenischen Versammlung 1989 in Basel, Herausgegeben im Auftrag der Konferenz Europäischer Kirchen und der Rates der Europäischen Bischofskonferenzen, Basel-Zürich 1989, 40.
14) „Der Beitrag der orthodoxen Kirche zur Durchsetzung der Friedens, der Gerechtigkeit, der Freiheit, der Brüderlichkeit und der Liebe zwischen den Völkern und zur Aufhebung der Rassendiskriminierung und anderer Diskriminierungen“, Deutsch in: Una Sancta 42 (1987) 21.
15) „Der Beitrag der orthodoxen Kirche zur Durchsetzung des Friedens“, 21.
16) Charta Oecumenica, Leitlinien für die wachsende Zusammenarbeit unter den Kirchen in Europa, hg. von der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE), Genf St. Gallen 2001, 11.
17) „Der Beitrag der orthodoxen Kirche zur Durchsetzung des Friedens“, 21.
18) Albertos Nar, Die jüdische Gemeinde von Thessaloniki, in: Brigitte Ungar-Klein(Hg.), Jüdische Gemeinde in Europa, Zwischen Aufbruch und Kontinuität, Wien 2000, 73.
19) Stephanos Mpoletses, Pros Ebraion, in: Aktines, Athen 1953, Nr. 42, 391

 

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