Holtschneider, K. Hannah

Dabru Emet und jüdische Interpretationen des Christentums

In diesem Vortrag möchte ich zunächst das Dokument Dabru Emet vorstellen. In einem zweiten Teil möchte ich auf die Rezeption von Dabru Emet in jüdischen Kreisen eingehen. Um zu verstehen, wie diese verschiedenen Positionen zustande kommen, ist ein Blick in die Geschichte des Dialogs notwendig.

Hoff, Gregor Maria

„Redet Wahrheit“ – welche Wahrheit?

Theologische Stolpersteine in „Dabru Emet“

Ich werde im Folgenden einige theologische Stolpersteine in dem so präzisen und zugleich bewegenden Text von „Dabru Emet“ (DE) markieren. Dabei möchte ich meine Überlegungen auch dort noch als vorsichtige Fragen verstanden wissen, wo sie nicht ausdrücklich diese Form annehmen.
Ich beginne damit, einige Stolpersteine zu benennen:

Himmelbauer, Markus

Schabbat: Ruhen ohne Kompromiss

sonnenaufgangAm 3. März ist der "Internationale Tag des freien Sonntags". Am 3. März 321 war ein Edikt von Kaiser Konstantin im gesamten römischen Weltreich rechtskräftig geworden. Demnach sollten alle "Richter, Stadtleute und alle Gewerbetreibenden am verehrungswürdigen Tag der Sonne ruhen". Eine Gelegenheit, auf den biblisch-jüdischen Schabat zu schauen und daraus Lehren für die Sonntagskultur zu ziehen.


Himmelbauer, Markus

schoemanNeue Agenda: Judenmission?

Roy H. Schoeman hat als Jude eine „unerwartete und überraschende Bekehrung zum katholischen Glauben“ erlebt. In seinem nun auf Deutsch im St. Ulrich-Verlag erschienenen Buch „Das Heil kommt von den Juden“ beschreibt es Gottes Plan für sein Volk. Für Schoeman ist klar, dass „Gott sich die Bekehrung der Juden wünscht.“ Eine Rezension seines nun auf Deutsch erschienenen Buchs.

 

Himmelbauer, Markus

Wertschätzung der jüdischen Bibel

Päpstliche Bibelkommission setzt christlich-jüdische Impulse

Die päpstliche Bibelkommission hat im Mai 2001 eine Studie „Das jüdische Volk und seine Heilige Schrift in der christlichen Bibel“ veröffentlicht. Diese kann im „Jahr der Bibel“ 2003 eine unschätzbare Hilfe sein, uns vor einem verengten Verständnis der Evangelien, ja des gesamten Neuen Testaments zu bewahren. Nach den Worten des Dokuments kann „das Neue Testament nur im Lichte des Alten voll verstanden werden“ und: „Das Alte Testament besitzt aus sich heraus einen ungeheuren Wert als Wort Gottes.“ (Kap. 21)

Himmelbauer, Markus

Vielfalt an Initiativen des Dialogs in Österreich

Am Ende dieser Kirchenzeitungsserie, deren Ziel die Bewußtwerdung und Vertiefung der christlich-jüdischen Beziehungen ist, stellen wir Ihnen konkrete Initiativen vor, die Impulse in diesem Prozeß setzen und ihn kontinuierlich weiter tragen. An die angegebenen Adressen können Sie sich um fachkundige Begleitung und Unterstützung für weitere Schritte in Ihrer Gemeinde und Ihrer Runde wenden.

Himmelbauer, Markus

Judentum - Wurzel christlichen Glaubens

Weltweit begehen die Kirchen vom 18. bis 25. Jänner die „Woche der Einheit der Christen“. Vor aller Verschiedenheit der Kirchen untereinander steht aber das allen gemeinsame Fundament: Der 17. Jänner als „Tag des Judentums“ soll die jüdische Wurzel christlichen Glaubens bewußt machen. Der christlich-jüdische Dialog ist das elementare Thema für die Identität der Kirchen. Wer Psalmen betet, betet jüdische Gebete. Christinnen und Christen haben keinen beliebigen, sondern diesen bestimmten Wurzelgrund. Gott hat es gefallen, Israel zuerst und bleibend anzusprechen. Namen und Worte wie Abraham, Sarah, Hagar, Mose, Miriam, Jerusalem, Gerechtigkeit, Frieden, Reich Gottes, Messias sind nicht auswechselbar. Doch diese unverwechselbaren Identitäten stehen nicht für sich allein: Von Anfang an hat die Offenbarung Gottes an Israel einen weiten Horizont: Das biblische Verständnis von Schöpfung und Vollendung der Welt ist auf alle Menschen ausgerichtet.

Heller, Agnes

Die Auferstehung des jüdischen Jesus

“Es gibt kein über Gedächtnis verfügendes Sein,
das nicht auch auf die Zukunft ausgerichtet wäre.“

Paul Ricoeur

Der christliche Jesus ist am dritten Tage auferstanden. Zweitausend Jahre waren nötig, damit auch der jüdische Jesus auferstand. Diese beiden Sätze haben auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun. Der erste Satz gehört zur Heilsgeschichte und wurde zweitausend Jahre lang nie vergessen. Alle Christen wussten und bekannten immer, so, wie sie auch heute wissen und bekennen, dass Christus am dritten Tag auferstanden ist, wie er jedes Jahr – am Ostertag – wieder und wieder aufersteht. In der Heilsgeschichte kreuzen sich Zeit und Ewigkeit. Hier gibt es keine Vergangenheit, aber eine ewige und wiederkehrende Gegenwart. Der zweite Satz gehört zur Geschichte.

Hahn, Ferdinand

Der Jude Jesus und die frühe judenchristliche Tradition

Es gibt Sachverhalte, die in der Theologie vorausgesetzt, aber nur selten wirklich thematisiert werden. Dazu gehören zweifellos das Jude-Sein Jesu und der durch und durch jüdische Charakter der ältesten christlichen Gemeinde.

Groen, Bert

Antijudaismus in der christlichen Liturgie und Versuche seiner Überwindung

Die Trennung, das gegenseitige Schisma zwischen Judentum und Christentum war ein langer und sehr komplizierter Prozess, der je nach Ort unterschiedlich war und bis zum zweiten, dritten Jahrhundert, mancherorts vielleicht bis zum vierten, fünften Jahrhundert dauerte. Auch danach gingen die Dialektik zwischen den beiden Religionen sowie gegenseitige Abgrenzungen – auch im Bereich des Gottesdienstes – weiter.

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