Johan Botha, Kantoralensemble Wien, Leitung: Rami Langer

CD Psalmbogen

psalmbogenKonzertmitschnitt deutscher, hebräischer und afrikaanser Psalmen im Rahmen des 25. internationalen Kongresses der Society of Biblical Literature an der Universität Wien am Samstag, 21. Juli 2007 in St. Michael, Wien-Heiligenstadt

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Evangelisch-theologische Fakultät der Universität Wien
Institut für alttestamentliche Wissenschaft und biblische Archäologie
T: 01/ 4277-32401
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Preis: Die CD wird gegen eine Spende abgegeben
Weitere Informationen, Inhaltsangabe und Programm auf der Website der Evangelisch-theologischen Fakultät

Die Kunst der Psalmenvertonung im deutschsprachigen Raum ist ein klangliche Hochburg der Romantik. Das Konzert bietet einen interessanten Einblick in diese Gattung, zunächst eine Collage von Psalmen des legendären Wiener Oberkantors Salomon Sulzer und dessen musikalischem Vorbild Franz Schubert. Weitere Bespiele entstammen der afrikaansen Tradition, deren Ursprung in der deutschsprachigen Kultur zu suchen ist, eine deutsche Klangwelt, die im fernen Südafrika zu ihrer Ausformung gelangte, wo Startenor Johan Botha zu Hause ist. Die Psalmenkompositionen des in Hohenems geborenen Oberkantors Salomon Sulzer sind nichts anders als Franz Schuberts Musik in die hebräische Sprache übertragen. Schubert, der wie auch Franz Liszt und Robert Schumann zu den Bewunderern Sulzers zählte, würdigte Sulzer mit seinem ihm gewidmeten Psalm 92 "tow lwhodoss" für Solo und Chor. Im stilistischen Gegensatz zu den orientalischen und osteuropäische Klängen der jüdischen Liturgie sind Sulzers Psalmen als eine Wiederherstellung des antiken Levitengesangs im heiligen Tempel von Jerusalem zu betrachten. Seine Musik entspricht einem heimatlichen Liebesbekenntnis zu Österreich, das durch sein geniales Vorbild Franz Schubert beeinflusst wurde. Wenn wir von sakraler Musik im deutschsprachigen Raum reden, so sind die vertonten Psalmdichtungen der afrikaansen Kirche ein weiteres Juwel dieser Kultur. Die deutsch-holländischen Wurzeln wurden bewahrt und sind als ein rares Unikat im fernen Südafrika entstanden. Die musikalische Stilverwandtschaft der in Deutsch, Hebräisch und Afrikaans gesungenen Psalmen bietet den Hörern eine Kostprobe der besonderen Art.

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