"Fekters Aussage ist ungeheuerlich und verantwortungslos."

Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit kritisiert die Äußerungen von Finanzministerin Fekter

Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit kritisiert aus Schärfste die Äußerungen von Finanzministerin Maria Fekter, die einen Zusammenhang zwischen "Juden" und "Reichtum" herstellen. "Diese  Stereotypen sind antisemitisch und fördern Antisemitismus", sagt Professor Martin Jäggle, Präsident des Koordinierungsausschusses: "Fekters Aussage ist ungeheuerlich und verantwortungslos."

Gerade als Politikerin, die sich der christlich-sozialen Richtung zugehörig weiß, müsste Fekter wissen, dass Antisemitismus und Christentum unvereinbar sind. Sowohl das Judentum wie das Christentum kennen die prophetische Kritik am Reichtum und die soziale Verpflichtung des Eigentums. "Diese Grundlagen geben die Richtung für verantwortungsvolle Wortmeldungen und Entscheidungen in der Wirtschaftskrise vor", sagt Präsident Jäggle.

Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit verlangt von Fekter eine klare Distanzierung von dieser Aussage und eine Entschuldigung gegenüber der jüdischen Gemeinde. "Fekters allgemeine Formulierung, sie lehne 'Feindbilder gegen alle Bevölkerungsgruppen' ab, ist nicht ausreichend. Ich erwarte jedenfalls, dass die Finanzministerin klar sagt: Ich habe einen Fehler gemacht hat und bedauere dies", so Jäggle abschließend.

 

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