"Der stille Klang der historischen Tränen"

Die Erinnerung an die Schoa und ihre Opfer gehört zum tragenden Kern des Engagements des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Musik jüdischer Komponisten und auch „rosé" von Gerhard Krammer haben ihren besonderen und notwendigen Platz im Kulturbetrieb: Konzertprogramme spiegeln stets auch die Wahrnehmung unserer Geschichte und Tradition und wie wir uns darin verorten.

„Hinter dem Klang der Musik ist der stille Klang der historischen Tränen vernehmbar", erklärte Papst Franziskus anlässlich eines Konzerts zum Holocaust-Gedenktag 2014: „Diese Tränen hinterlassen Spuren im Herzen der Völker." Aber diese Musik hat ihren Platz nicht nur der Erinnerung und der Exotik wegen: Es sind auch gute Stücke.

Die politische und religiöse Geschichte ist durchgehend von Feindschaft, Abwertung und Vernichtung des Judentums durch die christliche Mehrheit geprägt. Der Weg der Begegnung und Freundschaft heute ist nicht möglich, ohne diese historische Last stets mit zu bedenken. Doch es ist heute – wohl erstmals in der Geschichte – möglich, das Judentum als Kultur und als Glauben ohne Einschränkung zu würdigen. So, wie es zuletzt Papst Franziskus formulierte, „dass die Juden durch die furchtbaren Prüfungen dieser Jahrhunderte hindurch ihren Glauben an Gott bewahrt haben. Und dafür werden wir ihnen als Kirche, aber auch als Menschheit, nie genug danken können."

Dieser Konsens und diese Wertschätzung sind jedoch immer wieder in Gefahr und Widerständen ausgesetzt. Um dem Judentum seinen ihm gebührenden Platz zu geben, dazu kooperieren das klangfruehling-Festival und der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit.

Link: klangfruehling festival 2014

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