Texte und Materialien

9. November - Gedenktag an die NS-Pogrome 1938

Hier finden Sie Texte und Materialien, mit denen Sie Gedenkveranstaltungen zum 9. November gestalten können. Für den Austausch weiterer Vorschläge und Ideen sind wir dankbar.


Texte der Kirchen

Berliner Bischofskonferenz, Deutsche Bischofskonferenz, Österreichische Bischofskonferenz
Die Last der Geschichte annehmen (download, .pdf, 500 kb)
Wort der Bischöfe zum Verhältnis von Christen und Juden aus Anlass des 50. Jahrestages der Novemberpogrome 1938 vom 20. Oktober 1988

Generalsynode der Evangelischen Kirche A. und HB. in Österreich
Zeit zur Umkehr
(download, .pdf, 12 kb) - Die Evangelischen Kirchen in Österreich und die Juden
28. Oktober 1998

Österreichische Bischofskonferenz
Denk an die Tage der Vergangenheit, lerne aus den Jahren der Geschichte!
Siebzig Jahre nach 1938
März 2008, download (.pdf, 532 kb)


Historische Informationen

Hier finden Sie eine Liste aktueller und 1938 zerstörter jüdischer Gebetsstätten in ganz Österreich sowie eine Aufstellung aller jüdischen Friedhöfe in unserem Land. Für Korrekturen und Ergänzungen kontaktieren Sie uns bitte.

  • Synagogen und Gebetsräume download (.pdf, 66 kb)
  • jüdische Friedhöfe download (.pdf, 53 kb)

Geschichte des Novemberpogroms auf der Website des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstands
Dokumente zum Novemberpogrom auf der Website des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerdstands
Orte des Novemberpogroms 1938 in Innsbruck.
Novemberpogrom in Kärnten.

Das Dritte Reich und die Juden
Saul Friedländer
Neuausgabe dtv 2008, ISBN 978-3-423-34519-4, 1328 Seiten, Euro 20,50 [A]  
Interview mit Saul Friedländer

1938. Auftakt zur Shoah in Österreich. Orte – Bilder – Erinnerungen
hg. von Dieter J. Hecht, Eleonore Lappin, Michaela Raggam-Blesch, Lisa Rettl und Heidemarie Uhl
Milena Verlag Wien 2008  
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Gedenken

Wladyslaw Bartoszewski: Europäische Gedenkkultur: Gedenken als Reflexion der Stille und als politischer Auftrag
in: Stimmen der Zeit, 10/ 2008


Behelfe

Handreichung der Evangelischen Kirche in Deutschland
Die „Kristallnacht“ 9. November 1938 – 9. November 2008
Anregungen und Materialien zur gottesdienstlichen Gestaltung ihres 70. Jahrestages
download (.pdf, 210 kb)

Pax Christi Deutschland
Die katholische Friedensbewegung Pax Christi bietet auf ihrer Website einen Gottesdienstvorschlag zum 9. November, eine Sammlung von literarischen Zeugnissen und theologische Texte zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und das Novemberpogrom.

Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck
75 Jahre Novemberpogrome: 9. November 1938 – 9. November 2013
Materialien zur Gestaltung von Gottesdiensten, Andachten und Gedenkfeiern, Eine Handreichung
download (.pdf, 330 kb)

 


Gebete und religiöse Texte

Gebete
zum Gedenken bei einem jüdischen Friedhof oder an Orten einer ehemaligen Synagoge
und ein Textvorschlag für eine Lesung Jes 55,6-13
download (.pdf, 25 kb)

Psalmen
Ps 10, 16, 49 bei einem jüdischen Friedhof download (.pdf, 37 kb)
Ps 121, 125, 126 vor einer (ehemaligen) Synagoge download (.pdf, 33 kb)


17. Jänner - Tag des Judentums

Der Gottesdienstvorschlag des Ökumenischen Rates (download, .pdf, 220 kb) der Kirchen in Österreich zum "17. Jänner - Tag des Judentums" thematisiert die bleibende Erwählung des jüdischen Volkes und spricht von der Verbundenheit der Christinnen und Christen mit dem Judentum: Schuldbekenntnis, Bittgebet, Fürbitten

Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Baden-Württemberg
Gottesdienstvorschlag download (.pdf, 140 kb)


Literarische Texte

Es gibt eine große Zahl literarischer Texte, die sich mit der Verfolgung von Jüdinnen und Juden im Dritten Reich auseinandersetzen. Angesichts der Ereignisse des 11. November 1938 herrscht aber bemerkenswertes Schweigen, fast Verstummen. Es findet sich kaum ein Text, der sich direkt damit auseinandersetzt. Eine Ausnahme ist die Geschichte "Dem Andenken eines Helden" in Erika Manns 1940 erschienenen Zyklus "Wenn die Lichter ausgehen". Diesen Text übermittelt der Koordinierungsausschuss auf Anfrage gerne.

Das, was 1938 passiert ist, hat viele Schriftsteller/innen geprägt. Eine Auswahl solcher Texte aus Österreich hat die Österreichische Gesellschaft für Literatur für den Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus am 5. Mai 2008 im Parlament zusammengestellt. Sie können in der Ausgabe 1-2/08 der Zeitschrift "Parlament transparent" nachgelesen werden. Wesentliche Ausschnitte stammen dabei aus "Weiter leben. Eine Jugend", der Autobiographie von Ruth Klüger, die bis 1942 in Wien lebte und dann nach Theresienstadt und weiter nach Ausschwitz-Birkenau und andere Lager deportiert wurde.

Es ist auch möglich, Texte zu verwenden, die darauf Bezug nehmen, was 1938 in Österreich zerstört wurde, was verlorengegangen ist. Eine Sammlung solcher Texte findet sich etwa in Johannes Reiss (Hg.): Aus den Sieben Gemeinden. Ein Lesebuch über Juden im Burgenland (Eisenstadt: Österreichisches Jüdisches Museum 1997). Ebenso finden sich zahlreiche Beschreibungen jüdischen Lebens in Österreich vor 1938 bei Leopold Moses: Spaziergänge. Studien und Skizzen zur Geschichte der Juden in Österreich, hrsg. von Patricia Steines (Wien: Löcker Verlag 1997). Auch in Franz Werfels Romanfragment "Cella oder Die Überwinder" (Frankfurt a.M.: Fischer 1982) finden sich eindringliche Beschreibungen der heran nahenden Katastrophe.


Biografische Zeugnisse

Novemberpogrom 1938 - Die Augenzeugenberichte der Wiener Library, London
Herausgegeben von Ben Barkow, Raphael Gross und Michael Lenarz
993 Seiten, Suhrkamp/ Insel Verlag, Preis (A) 41 Euro
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Es ist auch durchaus möglich, im Rahmen einer Gedenkfeier oder eines Gottesdienstes autobiographische Zeugnisse vorzutragen. Gesammelte Lebensgeschichten finden Sie auf der Website des Nationalfonds der Republik Österreich für die Opfer des Nationalsozialismus. In der erwähnten Ausgabe der Zeitschrift "Parlament transparent" findet sich eine Auswahl von Texten (download .pdf, 1,45 MB), die die Österreichische Gesellschaft für Literatur und der Nationalfonds für die Gedenkveranstaltung im Parlament zusammengestellt haben. Weitere Beispiele, die sich dafür eignen können, finden sich etwa in dem von Alfred Lang, Barbara Tobler und Gert Tschögel herausgegebenen Sammelband "Vertrieben. Erinnerungen burgenländischer Juden und Jüdinnen" (Wien: Mandelbaum 2004)

Der Nationalfonds der Republik Österreich hat aus seinem Archiv Lebenszeugnisse ausgewählt, die sich speziell auf die Ereignisse des 9. November 1938 beziehen. Sie können diese Texte beim Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit anfordern. Bitte beachten Sie, dass diese Berichte allein zur Verwendung bei Gedenkfeiern zum 9. November freigegeben sind.

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