Gersthofer Karfreitagsfürbitte 2008

„Für die Juden"
Für Gottes ersterwähltes Volk!

Für Gottes ersterwähltes Volk, die Juden, war „Land" als Territorium eines Staates Sehnsucht, Hoffnung und Ausdruck eigener Identität.

Am 14. Mai 1948, also vor 60 Jahren, wurde der Staat Israel ausgerufen! „Wie so oft in der Weltgeschichte ist bei diesem politischen Werden eines neuen Staates das Glück der Einen zum Unglück der Anderen geworden." 1)
Am 30. Dezember 1993, also vor 15 Jahren hat mit einem Grundlagenvertrag, lautend „Der heilige Stuhl und der Staat Israel" (45 Jahre nach der Staatsgründung Israels!) von großer symbolischer Bedeutung eine gegenseitige staatliche Anerkennung stattgefunden mit praktischen Folgen ... 2)
Zur „Sorge um das jüdische Volk bedrückt uns die Sorge um die palästinensischen Araber innerhalb und außerhalb Israels" 3), sowie die tiefe Sorge um die christlichen Menschen und Gemeinden im „Nahen Osten".

Am Schandholz der Römischen Besatzungsmacht hingerichteter Jesus von Nazareth, „unser hin- und preisgegebener Christus", ermögliche den Ethnien, verfasst in Staaten, im „Nahen Osten" das Zusammenleben in Frieden und lasse gelingen das gegenseitige Verstehen aller Generationen jenseits aller Grenzen!

Quellen

1) Die Kirchen und das Judentum. Dokumente von 1945 - 1985, Hrsg. Von Rolf Rendtorff und Hans Hermann Heurinx. Verlag Bonifatius Druckerei Paderborn und Christian Kaiser Verlag, München, 2. Auflage, 1989, S. 327
2) Prof. Helmut Nausner, em. Superintendent der methodistischen Kirche in Österreich, Die Christen und der Staat Israel, in: Dialog-Du Siach, Nr. 70, I/2008, S.27
3) s. Anm. 1

Link zur katholischen Pfarre Gersthof in Wien.

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