Dialog

Einladung

Newsletter Oktober 2018

In diesem Monat können wir Ihnen nicht nur wieder zahlreiche interessante Veranstaltungen präsentieren, sondern wir möchten auch unsere neue Geschäftsführerin Dr.in Stefanie Plangger vorstellen. Verlinkt finden Sie unsere Presseaussendung zur Übergabe sowie das Programm für die Ge- und Bedenkwoche „Mechaye haMetim – Der die Toten auferweckt“.
• Pressetext Neue Geschäftsführerin im Koordinierungsausschuss
• Mo, 08.10., 17:30: Café Abraham Wien – Scriptural Reasoning unter dem Thema „Der höchste Tag“. Nur für Studierende und/oder Menschen unter 35!
• Do, 11.10., 15:00-17:00: Stadtspaziergang „Am Jisrael Chai – das Volk Israel lebt“ mit Gerti Schmidt
• Mo, 30.10., 15:30: Beginn der Reihe „Die Geburt und Jugend des Mose nach Ex 1-2 in frühjüdischen und frühchristlichen Interpretationen“ mit Agnethe Siquans
• AVISO: Mo, 12.11., 14:00-19:30: Symposium „Israel´s 70th Anniversary: Insights and Perspectives. Politics – Culture – Religion“, organisiert von Regina Polak
• Programm Mechaye haMetim - Der die Toten auferweckt

MECHAYE HAMETIM EXKURSION

EINSTIMMUNG IN DEN TAG DES JUDENTUMS 2019 IN OTTAKRING

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„Zu unserer Belehrung geschrieben“





Nummer 113 דו-ש׳ח Dialog

Einladung zur Matinée

Umweltschutz in Judentum und Christentum

Umweltschutz ist gelebte Beziehung - Martin Jäggle über Schöpfungsverantwortung in Juden- und Christentum
Quelle: orf.at

Neujahr

Sehr geehrter Herr Präsident!
Sehr geehrter Herr Oberrabbiner!
Liebe Mitglieder der Kultusgemeinde!

Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit sendet allen Jüdinnen und Juden von Herzen Grüße zum neuen Jahr. Bewegend ist, dass dieser Neuanfang immer auch mit Umkehr in Verbindung steht. Die am Donaukanal abgehaltenen Taschlich Zeremonien machen die Auseinandersetzung mit den menschlichen Schwächen in der Öffentlichkeit sichtbar und zeigen, wie sehr jüdisches Leben wieder Teil der Gesellschaft geworden ist.
Über jeder jüdischen Bürgerin und jedem jüdischen Bürger möge das Auge des Ewigen weilen und im kommenden Jahr beschützen.
Mögen Sie alle eingeschrieben werden in das Buch des Lebens des Ewigen! Wir wünschen der Israelitischen Kultusgemeinde, stellvertretend ihrem Oberrabbiner Arie Folger und ihrem Präsidenten Oskar Deutsch und allen jüdischen Nachbarn ein freudiges und süßes neues Jahr 5779 – Schanah towah umetukah! Sollten jedoch auch weniger süße Tage kommen, möchten wir Ihnen auch in diesem Jahr unseren Beistand und unsere Unterstützung zusagen!

Mag. Stefanie Plangger
(Geschäftsführerin des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit)

Prof. Dr. Martin Jäggle
(Präsident des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit)

NEUE GESCHÄFTSFÜHRERIN: Stefanie Plangger

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Stefanie Plangger stammt aus Oberösterreich (Großraum Linz) und studierte zunächst an der Universität Innsbruck Katholische Theologie. Seit den ersten Studientagen besteht eine Faszination für das Erste Testament, den Dialog zum Judentum und das Land Israel. Mehrere Aufenthalte in Israel hinterließen einen lebendigen Eindruck von unterschiedlichen jüdischen Lebenskulturen. Nach dem Studium folgten Tätigkeiten in der Erwachsenenbildung (Haus der Begegnung in Innsbruck) und der Pastoral (Hall in Tirol). Die Freude am Ersten Testament führte Plangger im Jahr 2013 nach Straßburg/Frankreich um ein Doktoratsstudium im Bereich Altes Testament zu absolvieren. Gleichzeitig war sie in den letzten Jahren Teil einer internationalen Septuaginta-Forschungsgruppe (HTLS – Historical and Theological Lexicon of the Septuagint).

Einladung

Symposium1 5.10.2018
Symposium2 5.10.2018

Benedikt XVI. irritiert das Judentum

Ein jüngst publizierter aufsatz des emeritierten Papstes scheint hinter die aussagen des II. Vatikanums über die Juden zurückzugehen.

Von Martin Jäggle

Jüdisch-christlicher Dialog als Widerstand gegen Antisemitismus

Christen und Juden heben bei Buchpräsentation im Jüdischen Museum Wien Bedeutung der Zusammenarbeit hervor - Potenziale der Konzilserklärung "Nostra aetate" noch nicht ausgeschöpft

Das Bekenntnis zum jüdisch-christlichen Dialog und dessen sichtbare Pflege auf Augenhöhe ist ein wichtiger Beitrag, um dem zuletzt wieder aufkeimenden Antisemitismus zu begegnen. Das war Tenor der Präsentation des Sammelbandes "Erneuerung der Kirchen - Perspektiven aus dem christlich-jüdischen Dialog" am Montagabend in Wien, bei der Vertreter der beiden Religionen teilnahmen: u.a. die katholischen Theologen Martin Jäggle und Wolfgang Treitler als zwei der vier Herausgeber des Buches, der Wiener Oberrabbiner Arie Folger sowie der Protestant Helmut Nausner und der Jude Willy Weisz vom christlich-jüdischen Koordinierungsausschuss. Begrüßt wurden die Gäste von Gastgeberin Danielle Spera, Direktorin im Jüdischen Museum.
Der Präsident des Koordinierungsausschusses, Martin Jäggle, beklagte den immer noch vorhandenen Antisemitismus im kirchlichen Alltag - und dies trotz der wegweisenden Konzilserklärung "Nostra aetate", mit der katholischerseits die bleibende Erwählung des Judentums, in dem das Christentum wurzelt, bestätigt wurde und damit dem jahrhundertelangen Antijudaismus die theologische Grundlage entzogen wurde. Als Beispiel nannte Jäggle eine Predigt, in der gesagt wurde, "man dürfe den Juden keine Vorwürfe machen, denn sie haben es nicht anders gewusst". mehr …

ICCJ Konferenz in Budapest

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Erich Leitenberger: Die Kirchen kommen einander umso näher, je mehr sie sich Jesus Christus nähern

Kardinal Schönborn würdigt beim traditionellen Ökumenischen Empfang in Wien positive Signale – Ehrenmitgliedschaft der Stiftung „Pro Oriente“ für Metropolit Arsenios und den koptischen Bischof Anba Gabriel

Ein eindrucksvolles Bild der Ökumene, das er 1991 bei seinem TV-Antrittsinterview als Wiener Weihbischof mit dem legendären „Anchorman“ Robert Hochner erstmals verwendet hatte, stellte Kardinal Christoph Schönborn am Mittwochabend an den Beginn des traditionellen Ökumenischen Empfangs im Erzbischöflichen Palais: Die christliche Ökumene als Rad mit Jesus Christus als Nabe und den Konfessionen als Speichen, die einander umso näher kommen, je mehr sie sich der Nabe nähern. Im Rückblick auf das Jahr 2017 nannte der Wiener Erzbischof zwei positive ökumenische Großereignisse: Das 500-Jahr-Gedenken der Reformation, ein „gesegnetes Jahr, das uns gelehrt hat, den Auftrag Jesu neu zu sehen und ihn gemeinsam zu leben“ und das 50-Jahr-Gedenken des Aufbruchs der Charismatischen Erneuerung in der katholischen Kirche, bei dem Papst Franziskus deutlich gemacht habe, dass man die Mühe der theologischen Ökumene weiterführen müsse, historische Kirchen und Freikirchen aber vor allem vor der Aufgabe stehen, gemeinsam voranzugehen. Positive Signale bedeuteten aber auch die spirituelle und missionarische Erneuerung in den Kirchen, die sehr lebendige „christliche Immigration“ (mehr als die Hälfte der Immigranten in Österreich sind Christen) und das „singuläre ökumenische Projekt“ der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule (KPH) Wien-Krems, an der die Ausbildung der Religionslehrkräfte für den Pflichtschulbereich von den verschiedenen Kirchen gemeinsam getragen wird, so der Wiener Erzbischof. Wörtlich meinte Kardinal Schönborn: „Es hilft auch meinem Kleinglauben, zu sehen, dass Christus wirklich am Werk ist“. mehr …

„Wir wissen um unsere Schuld“ – Kardinal Christoph Schönborn an die IKG

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Antisemitismus

"Jedem gesellschaftlichen und persönlichen Antisemitismus entgegentreten": Diesen Grundsatz hat der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker seiner Stellungnahme anlässlich des Holocaust-Gedenkens am Donnerstag vorangestellt. Und auch Persönlichkeiten aus dem Bereich der katholischen Kirche haben sich in diesem Sinn geäußert. Der Präsident des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Martin Jäggle, warnte vor "Dammbrüchen" und stellte sich wie Bünker auf die Seite der Israelitischen Kultusgemeinde, die eine Teilnahme an der Parlamentsveranstaltung anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am Donnerstag im Palais Epstein absagte.

Der Wiener Diözesanbeauftragte für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Ferenc Simon, pochte auf die Verantwortung gerade von Christen, gegen jede Form von Judenfeindlichkeit aufzutreten. Kritik am "Fall Landbauer", ausgelöst durch antisemitische Texte im Liederbuch der schlagenden Burschenschaft "Germania", äußerten Männerorden-Vertreter P. Franz Helm und Berthold Brandstetter von der Katholische Aktion (KA) in Oberösterreich.

Die Stellungnahmen erfolgten im Vorfeld des UN-Gedenktages "International Holocaust Remembrance Day" am 27. Jänner, der Anlass für eine Gedenkveranstaltung auch in Österreich ist: Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka lud zu einem mit Zeitzeugengespräch und einer Podiumsdiskussion am Donnerstagnachmittag ins Palais Epstein, an der neben Staatssekretärin Karoline Edtstadler und Danielle Spera, Direktorin des Jüdischen Museums Wien, auch Vertreter von Religionsgemeinschaften teilnehmen sollten. Die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) nimmt an der Veranstaltung nicht teil; sie hatte bereits davor angekündigt, an keinen Gedenkveranstaltungen teilzunehmen, bei denen FPÖ-Minister anwesend sind - wegen des Gedankenguts deutschnationaler Burschenschafter und deren antisemitischen Tendenzen.
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Kirchen bekennen sich zum Dialog mit dem Judentum

Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich zum "Tag des Judentums" - Oberkirchenrätin Bachler fordert "ständigen, aktiven, von gegenseitiger Wertschätzung getragenen Dialog"
Wien, 18.01.2018 (KAP) Zum "ständigen, aktiven, von gegenseitiger Wertschätzung getragenen Dialog zwischen Christen und Juden" hat die evangelische Oberkirchenrätin Ingrid Bachler aufgerufen. Ein solcher Dialog sei zum einen eine absolute Notwendigkeit, zum anderen auch eine große Bereicherung, sagte Bachler in ihrer Predigt am Mittwochabend beim Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) in Wien. An dem Gottesdienst in der altkatholischen Heilandskirche nahmen u.a. ÖRKÖ-Vorsitzender Landessuperintendent Thomas Hennefeld, Dechant Ferenc Simon (Katholische Kirche), Bischof Heinz Lederleitner (Altkatholische Kirche), Bischofsvikar Patrick Curran (Anglikanische Kirche) sowie Pastorin Esther Handschin und Pastor Helmut Nausner (Methodistische Kirche) teil. mehr …

EINSTIMMUNG IN DEN „TAG DES JUDENTUMS“ IM GEDENKEN AN DEN TURNERTEMPEL

Bereits zum vierten Mal  hat die „Vernetzte Ökumene Wien West“ am 16. Jänner 2017 eine Einstimmung in den „Tag des Judentums“ auf  besondere Weise gestaltet, diesmal in Erinnerung an den Turnertempel  der ehemaligen Kultusgemeinde Sechshaus, im topografischen Dreieck mit der Vereinssynagoge „Storchenschul“ und dem jüdischen Gemeindehaus Herklotzgasse 21.mehr …

DER CHRISTLICH-JÜDISCHE DIALOG AUS SICHT DER JÜDISCHEN GEMEINDEN

Wien. Am Dienstag, 17. Mai 2016 fand die zweite Veranstaltung der Jubiläumsreihe „Bilanz und Aussicht – 60 Jahre Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit“ statt. Otto Friedrich (FURCHE) sprach mit Dr.in Charlotte Hermann (IKG Linz) und Mag. Raimund Fastenbauer (IKG Wien) über die Entwicklung und den derzeitigen Stand der christlich-jüdischen Beziehungen, wie sie innerhalb der jüdischen Gemeinden wahrgenommen werden.
DIALOG AUF AUGENHÖHE?
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HANA BENDCOWSKY: “A CROSS AND A STAR IN THE HOLY LAND. JEWISH-CHRISTIAN RELATIONS IN THE ISRAEL CONTEXT.”

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GASTVORTRAG AM 8. MAI 2017, UNIVERSITÄT WIEN, INSTITUT FÜR PRAKTISCHE THEOLOGIE DER KATH.-THEOL. FAKULTÄT
 
“Wer ist Jeshua?” – “Der Sohn Gottes!” – „Nein, nicht der Jeshua in der Kirche, sondern der aus der Schule!“
Im Hebräischen werden die Namen Josua und Jesus ident ausgesprochen. Für das katholische Migrantenkind aus den Philippinen, das in Israel geboren in eine jüdische Schule geht, fließend hebräisch spricht, den jüdischen Fest- und Feierzyklus kennt und miterlebt und zugleich am Sonntag den Gottesdienst und die Sonntagsschule besucht, die die Katholische Kirche in Israel speziell für 2. Generation katholischer Zuwanderer in Israel eingerichtet hat, kann das zu Verwirrung führen. Das zeigt dieser kurze Dialog auf eindrückliche Weise.mehr …

GEMEINSAM AUF DEM WEG – JUBILÄUMSFEIER ZU 60 JAHRE KOORDINIERUNGSAUSSCHUSS

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Wien - Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit besteht nun seit 60 Jahren. Zu dieser Gelegenheit waren Freundinnen und Freunde, Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter, Junge und Alte, Neugierige und Erfahrene, zu einem Fest am 16.11.2016 im Kardinal-König-Haus eingeladen. Gemeinsam wurde über Vergangenes nachgedacht, das Gegenwärtige gefeiert und Ideen und Träume für die Zukunft geteilt.
Maria Harmer führte durch einen anregenden Abend.mehr …

„EINE FAST UNMÖGLICHE FREUNDSCHAFT“ – REISE INS HEILIGE LAND

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In Jerusalem richten sich erstaunte Augen auf sie: Gemeinderabbiner Schlomo Hofmeister, Imam Ramazan Demir und Pfarrer, sowie Vorstandsmitglied im Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit Ferenc Simon haben gemeinsam mit Studierenden das Heilige Land besucht und wurden dabei von einem Fernsehteam der ORF-Sendung „Kreuz und Quer“ begleitet.
Die Dokumentation schildert die berührende Geschichte dreier Seelsorger und junger Menschen unterschiedlicher Religion, die gemeinsam die bedeutendsten jüdischen, islamischen und christlichen Stätten besuchen und so ihre Freundschaft stärken. Was sie erleben, erstaunt und versetzt in neue Gedanken. Bestehende Überzeugungen werden in Frage gestellt und ein Bild von der Sicht des jeweils anderen vermittelt. Sie wollen konkrete Zeichen setzen; Vorurteile durch Zuhören und Verstehen entkräften. So wird ein intensiver, lebendiger Dialog auf dieser Reise geführt: über Gemeinsamkeiten und Unterschiede ihrer Religionen, Politik, Privates, über Gott und die Welt. Sie diskutieren über Antisemitismus und Islamfeindlichkeit, stellen einander Fragen und müssen sich von vielen Menschen auf dieser Reise Fragen stellen lassen. Was bedeutet Religion in ihrem Leben? Was müssen sie voneinander wissen? Die Reise ins Heilige Land, zwischen religiösen Heiligtümern und politischen Konflikten, lässt sich als Denkanstoß betrachten, als eine mutige Aktion für einen respektvollen Umgang miteinander.

LIKRAT - EIN ERLEBNISBERICHT AUS DEM RELIGIONSUNTERRICHT

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Bericht des evangelischen Religionslehrers Jörg Kreil
23.05.2016
Am Freitag, den 13.5.2016 durften wir Imanuel (18) und Sarah (16) im Rahmen des Projekts „Likrat“ bei uns im Religionsunterricht der 4. Klasse begrüßen. Anlässlich dieses Projekts haben meine katholischen Kollegen und ich beschlossen, diese Stunde gemeinsam zu halten.
Unsere Gäste begannen die Stunde, indem sie sich vorgestellt haben und anschließend gaben sie eine Kippa durch. Während diese die Runde machte, sollten sich die SuS mit ihrem Namen, Alter und ihrem Bezug zum Judentum vorstellen.

Nachdem diese Runde beendet war, sprachen Imanuel und Sarah über Bestandteile des Judentums, wie beispielsweise den Sabbat. Damit wurde die zweite Phase der Stunde eingeleitet: Die Möglichkeit für die SuS Fragen zu stellen, sowohl zum Judentum als auch den persönlichen Bezügen der beiden. Anfänglich kamen die Fragen zögerlich, doch gerade nachdem Sarah von ihrer jüdischen Schule erzählte, steigerte sich die Frequenz der Fragen deutlich. Speziell jene zu den Unterschieden zur „regulären“ Schule, waren die SuS interessiert, weswegen das Thema der jüdischen Schule fast die Hälfte dieser Phase einnahm. Für mich war es besonders schön, dass das Gespräch zu keinem Zeitpunkt zum Stillstand kam, sondern dass jeder Antwort unserer Gäste, sofort eine weitere Frage  folgte. Auch nachdem sich die Fragen wieder stärker auf das Judentum und seine Gebräuche konzentrierten lag der Fokus dabei auf dem Bezug unserer Gäste zu diesen.
Diese Phase und gleichzeitig auch die Stunde endete erst durch das Läuten der Schulglocke. Meine Kollegen und ich sind uns darin einig, dass dieses Projekt eine großartige Möglichkeit für SuS darstellt, das Judentum auf Augenhöhe kennen zu lernen. Die Begegnung mit (in etwa) Gleichaltrigen eröffnet eine völlig andere Annäherung, die wir den SuS als Lehrer in dieser Art sonst nicht bieten könnten.
In der darauffolgenden Stunde habe ich auch meine SuS um ihr Fazit zu dieser Stunde gebeten und sie waren durchweg sehr begeistert und erstaunt über die Dinge, die sie im Rahmen ihrer Befragungen erfahren konnten.

„KINDER AUF DER FLUCHT – DAMALS UND HEUTE“ - GEDENKFEIER DES AKADEMISCHEN GYMNASIUMS WIEN

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Wien. Das Akademische Gymnasium Wien gedachte am Donnerstag, dem 28. April 2016, zum neunzehnten Mal der „umgeschulten“ jüdischen Schüler und entlassenen Lehrer. Am 28. April 1938 mussten drei Lehrer und 175 der insgesamt 406 Schüler die Schule verlassen. Für viele war diese Vertreibung der erste Schritt in die Vernichtung.
"Kinder auf der Flucht – damals und heute" war das Thema der diesjährigen Gedenkfeier. Drei Klassen (4a, 4b, 4c ) haben sich mit der Thematik Flucht, der Entwurzelung junger Menschen, dem Verlust und der Suche von Heimat auseinandergesetzt.mehr …

„NICHTS IST SO AUFKLÄRUNGSRESISTENT WIE EINE IDENTITÄT“ - ISOLDE CHARIM UND DORON RABINOVICI SPRACHEN IN DER BIBLIOTHEK DES KOORDINIERUNGSAUSSCHUSSES ÜBER „OTHERING“ ZWISCHEN CHRIST_INNEN UND JUDEN_JÜDINNEN.

Wien. Am 16. März 2016 fand in den Räumlichkeiten des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit der Auftakt zu dessen 60-Jahr-Jubiläum statt. Im Rahmen der Vortrags- und Diskussionsreihe „Christen und Juden im Gespräch – Bilanz und Aussicht“ sprachen die Philosophin Isolde Charim und der Schriftsteller Doron Rabinovici zum Thema „Plötzlich fremd – ‚Othering‘ zwischen Christ_innen und Juden_Jüdinnen“.
Die an die Impulsvorträge anschließende Diskussion wurde moderiert von Oliver Achilles, dem wissenschaftlich-pädagogischen Assistent für Altes Testament der Theologischen Kurse.
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ARTIKEL IM REFORMIERTEN KIRCHENBLATT, 94. JG., MÄRZ 2016, SARAH EGGER/THOMAS HENNEFELD

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Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
Wien. Es war ein langer Weg, bis christliche Gemeinden und Kirchen auf der einen Seite und jüdische Gemeinden und Vertreterinnen jüdischer Einrichtungen auf der anderen Seite in einen Dialog traten oder zumindest zum Gespräch bereit waren. [...]
In Zusammenarbeit haben Landessuperintendent Thomas Hennefeld und Geschäftsführerin des Koordinierungsausschusses Sarah Egger einen Artikel im Reformierten Kirchenblatt herausgegeben. Er gibt einen kurzen Überblick über die Synodenerklärung "Zeit zur Umkehr", die Gemeinsamkeiten von Reformierter Kirche und Judentum, den Ökumenischen Tag des Jugendtums und die Entwicklungen im Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit.
Den vollständigen Artikel finden Sie hier zum Download.

RABBINER ARIE FOLGERS ERSTE DRASCHA (PREDIGT) IM WIENER STADTTEMPEL

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Wien. Am vergangenen Freitag, den 26.02.2016, hielt der neu gewählte Oberrabbiner von Wien seine erste Drascha in der Synagoge in der Seitenstettengasse.
Zahlreiche Gemeindemitglieder waren erschienen, um sich ein Bild von ihrem neuen Oberrabbiner zu machen. Bezeichnend für die Begeisterung, mit der er seine Funktion antritt, war sein erstes Wort: „Wow“. Er verlieh seiner großen Freude darüber Ausdruck, in einer solch schönen Synagoge mit einer musikalisch so gut aufgestellten Gemeinde Schabbat zu feiern. In seiner Drascha verband er traditionelle Auslegungspraxis mit Modernität, Kreativität und einer Prise Humor. „Ich war begeistert von seiner Ausstrahlung“, meint Ruth Steiner, langjährige Präsidentin der KAÖ und Trägerin des Kurt-Schubert-Gedächtnispreises 2016. Auch Sarah Egger, Geschäftsführerin des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit, meint: „Die Drascha war ein gelungener Auftakt für Rabbi Folgers Tätigkeiten in Wien und ich wünsche ihm weiterhin alles Gute dafür!“
Seit langen Jahren besteht eine Kultur des Austauschs und wechselseitigen Unterstützung zwischen der Israelitischen Kultusgemeinde Wien und dem Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit.
Bild © Robert Newald

JÜDISCHE GESCHICHTEN VOM ÜBERLEBEN

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Linz. Albert Lichtblau, Historiker an der Universität Salzburg, referierte an der KU Linz zum "Tag des Judentums" über „Rückkehr oder Exil ...? – Jüdische Überlebensgeschichten und die österreichische Nachkriegsgesellschaft". Lesen Sie den Bericht auf der Website der Diözese Linz. Link

GEDENKSTUNDE IN HIETZING

Wien. Seit drei Jahren begehen die in der Ökumene-Arbeit vernetzten Wiener Dekanate 13-19 den „Tag des Judentums" auf besondere Weise: Sie wollen sich an diesem Tag bei der Besinnung der gemeinsamen Wurzel von Christentum und Judentum auch jüdische Menschen beziehen: nicht nur über sie sprechen, sondern mit ihnen eine gemeinsame Begegnung und Besinnung gestalten, Beziehung und Vertrauen aufbauen. Diese Begegnungen finden jeweils am Ort einer ehemaligen Wiener Synagoge statt, wo auch das Schuldbekenntnis von Christen gegenüber Juden angesichts der Zerstörungen von 1938 viel sinnenfälliger ist.
Nach den Gedenk- und Bedenkveranstaltungen 2014 und 2015 bei der Währinger und Döblinger Synagoge wurde am 18. Jänner 2016 zur Erinnerung an die ehemalige Hietzinger Synagoge ins „Hietzinger Rathaus" eingeladen. Die Gestaltung des Programms hatte Kristin Hübner vom Ökumenekreis Wien 13 zusammen mit der Volkshochschule Hietzing, dem Don Bosco-Haus und mit Unterstützung der Bezirksvorstehung übernommen. Trotz eisiger Kälte waren ca. 100 Personen in den Festsaal des „Hietzinger Rathauses" gekommen.mehr …

DIALOG DER RELIGIONEN

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Am 17. Mai 2016 hat in der Wiener Tandelmarktgasse ein Podiumsgespräch zum Thema »Der christlich-jüdische Dialog aus Sicht der jüdischen Gemeinden« stattgefunden. Eine spürbare Zurückhaltung der jüdischen Gemeinden, manchmal auch verbunden mit Skepsis und etwas Argwohn in diesem Dialog ist durchaus zu verstehen. »Dialoge« zwischen Juden und Christen in der Vergangenheit hatten offen oder verdeckt immer das Ziel, die jüdischen „Dialogpartner“ zum Christentum zu bekehren.
Die Kirchen haben nach der Shoa ganz offiziell der Judenfeindschaft eine Absage erteilt. Es gibt aber in allen Kirchen noch viele Menschen mit der Auffassung, dass die Kirche bei ihrer Mission die Juden nicht ausklammern soll. Hier haben die Kirchen noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten.mehr …

DIE JUNGE STIMME DES JÜDISCH-CHRISTLICHEN DIALOGS

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Der interreligiöse Dialog in Österreich hat seit kurzem ein neues Gesicht: Die 23-jährige Studentin Sarah Egger aus Wien ist neue Generalsekretärin des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Egger soll das Anliegen der jüdisch-christlichen Zusammenarbeit an die nächste Generation weitergeben. Hören Sie die Sendung im ORF Radio Ö 1 "Erfüllte Zeit" vom 25.10.2015.mehr …

TORA-STUDIENTAGE: ABRAHAM UND SARA

Köszeg/ Güns. Als "Vater vieler Nationen" spielt der biblische Stammvater Abraham heute eine herausragende Rolle im interreligiösen Dialog. Die diesjährigen Tora-Studientage des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit verglichen die rabbinische Deutung der Erzählungen von Abraham und Sara mit den zeitgleichen Interpretationen der Kirchenväter.
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GEGENWART UND ZUKUNFT DES CHRISTLICH-JÜDISCHEN DIALOGS

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Wien. Auf Einladung der Forschungsplattform "Religion and Transformation in Contemporary European Society" der Universität Wien sprach der langjährige Dialogexperte Hans Hermann Henrix am 12. Jänner 2016 über die Gegenwart und Zukunft der christlich-jüdischen Beziehungen. Lesen Sie dazu ein Interview auf der Website der Erzdiözese Wien. Link.

BESUCH BEI ARIK BRAUER

Wien. Im Rahmen der ökumenischen Vernetzung der Dekanate 13 bis 19 und zum Gedenken an den Novemberpogrom 1938, organisierte Elisabeth Lutter am 9. November einen Besuch bei Arik Brauer unter dem Titel „Arik Brauers neue Haggada".
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NEUE GESCHÄFTSFÜHRERIN: SARAH EGGER

Wien. Mit Anfang September wechselte die Geschäftsführung im Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit: Sarah Egger folgte auf Markus Himmelbauer, der 19 Jahre lang die Aktivitäten des Vereins organisiert und so die Beziehung zwischen den Kirchen und den jüdischen Gemeinden entscheidend mit gestaltet hat.
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„Seit der Zwischenkriegszeit gibt es in Wien Bemühungen zur Verständigung zwischen Christen und Juden. Es ehrt mich, dass ich selbst an diesem einzigartigen Ort tätig sein durfte in einer Reihe mit außergewöhnlichenPersönlichkeiten wie Hans Kosmala, Kurt Schubert oder Hedwig Wahle", lässt er seine Zeit in Wien Revue passieren. Markus Himmelbauer hat im September als Pfarrassistent die Leitung der Pfarre Wolfsegg am Hausruck in der Diözese Linz übernommen.
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MARTIN LUTHER, EIN ANTISEMIT?

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Salzburg. Am 26. und 27. Mai 2015 thematisierten eine Ausstellung in der Christuskirche und ein Seminar an der Universität die Judenfeindschaft Martin Luthers. Als Gastreferent war Andreas Pangritz geladen, Professor für Systematische Theologie in Bonn.

GENERALVERSAMMLUNG 2015: GEDENKEN AN MARTIN BUBER

Wien. Im Zeichen des Gedenkens an den 50. Todestag des Religionsphilosophen Martin Buber stand am 18. Mai die Generalversammlung des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit.
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VERBUNDEN AM DONAUSTROM

Budapest. Am 16. Februar verlieh die christlich-jüdische Gesellschaft die Würde der Ehren-Vorstandsmitgliedschaft an Koordinierungsausschuss-Präsident Martin Jäggle und Geschäftsführer Markus Himmelbauer.
Eine Delegation des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit besuchte am 16. und 17. Februar Budapest und trat mit Persönlichkeiten in den Austausch, die dort an Initiativen der christlich-jüdischer Zusammenarbeit beteiligt sind. Im Rahmen einer Einladung beim österreichsichen Botschafter Ralph Scheide überreichte der Präsident der ungarischen christlich-jüdischen Gesellschaft, Jószef Szécsi, die Auszeichnung. An der Ehrung nahmen auch die Bibelwissenschaftlerin Jutta Hausmann und der Konsul des Staates Israel, András Lednitzky als weitere Vorstandsmitglieder teil.
Vor der Botschaft vermittelt wurde ein Treffen mit der Kulturorganisation des Verbands der ungarischen jüdischen Gemeinden, Mazsike. Weiters auf dem Programm stand eine Begegnung mit Professor Tamás Lichtmann in der jüdischen Hochschule sowie mit dem Fundamentaltheologen der katholischen Pázmany-Universität, Michaly Kránitz.mehr …

ERZDIÖZESE WIEN VERSTÄRKT ZUSAMMENARBEIT MIT DER JÜDISCHEN GEMEINDE

Wien. Der Pfarrer und Dechant in Wien Leopoldstadt, Ferenc Simon, wurde zum Diözesanbeauftragten für christlich-jüdische Zusammenarbeit in der Erzdiözese Wien ernannt.
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er Dechant des zweiten Wiener Gemeindebezirks und Pfarrer Am Tabor, Ferenc Simon, wurde mit 8. April 2015 zum "Diözesanbeauftragten für christlich-jüdische Zusammenarbeit" der Erzdiözese Wien ernannt. Der Kontakt zur jüdischen Gemeinde erhält damit formell eine Aufwertung, wie es für eine große Diözese der Weltkirche angemessen ist, besonders in Wien, einem historischen Brennpunkt jüdischer Geschichte. Simon bekleidet eine Funktion, die es in dieser Form bislang nicht gab.
"Die Vertiefung der christlich-jüdischen Zusammenarbeit in Wien findet auf verschiedenen Ebenen statt", so Dechant Simon: "Die Ebene der Pfarrgemeinden ist sehr wichtig. Nun gibt es dafür und auch für offizelle Anlässe und Anfragen eine beauftragte Ansprechperson." Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit als ökumenisch und interreligiös getragener Verein ist in vielen Bereichen der Bildungsarbeit tätig. Nun hat die christlich-jüdische Zusammenarbeit auch innerhalb der katholischen Kirche Wiens eine Namen. In den vergangenen Jahren starteten vielfältige Fortbildungangebote mit der Pfarrgemeinderäte-Akademie der Erzdiözese. "Mir ist besonders wichtig, dass immer mehr Christen die Schätze des Judentums entdecken und respektieren. Dabei nimmt die Erinnerung, die Erinnerungskultur, eine herausragende Rolle ein", so Simon
"Dechant Simon ist durch seine Sachkundigkeit und seinen persönliches Engagement bestens geeignet für diese Vermittlerfunktion", sagt Martin Jäggle, Präsident des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit: "Als Pfarrer weiß er, wie das Judentum in der regelmäßigen christlichen Verkündigung seinen Platz finden kann. Und mit seinen Kontakten nach Ungarn unterstützt er die christlich-jüdische Erneuerung im Donauraum", so Jäggle.
Ferenc Simon wurde 1969 in Oradea/Nagyvárad/Grosswardein (Rumänien) geboren. Sein Theologiestudium absolvierte er in Budapest und Wien. Seit 2000 ist er Pfarrer der Gemeinde Am Tabor, seit 2005 zusätzlich der ungarischen katholischen Gemeinde in Wien. 2001 wurde er zum Dechanten des Wiener Bezirks Leopoldstadt gewählt und er ist Oberseelsorger der Ungarn in Österreich. Die Kirche Am Tabor ist bekannt für seine Fassadengestaltung durch Arik Brauer. Sie wurde 1972 in der Zeit des kirchlichen Aufbruchs nach dem Konzil errichtet, um speziell der erneuerten Haltung der Kirche zum Judentum Ausdruck zu verleihen. Simon ist im Ökumeneausschuss des Stadtvikariats Wien aktiv und seit 2009 Vorstandsmitglied im Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Er ist Mitglied der Benediktiner-Oblaten von Pannonhalma.
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ANTISEMITISMUS UND RELIGIÖSE INTOLERANZ

Wien. In Anbetracht von wachsendem Antisemitismus und Islamophobie in Europa hatte der Vorstand des Internationalen Rats der Christen und Juden ICCJ beschlossen, sich für das Januar-Treffen in einer größeren europäischen Stadt zu treffen und plante eine kleine Konferenz unter dem Titel: "Are Antisemitism and Other Forms of Religiously Based Hostility Growing in Europe? – Majorities and Minorities between Prejudice and Acceptance - Gibt es einen wachsenden Antisemitismus sowie andere Formen religiös motivierter Feindseligkeiten in Europa? Minderheiten und Mehrheiten zwischen Annahme und Akzeptanz."mehr …

JÜDISCHES LEBEN IN DÖBLING

Wien. Eine ökumenische Initiative lud am 15. Jänner zu einem Festakt in die Villa Wertheimstein ein. Erinnert wurde an die 1938 zerstörte Döblinger Synagoge, gestiftet 1907 von Julius Lederer. Eine Gedenktafel in der Dollinergasse 3 erinnert an sie.
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VIELFALT DES JUDENTUMS

Wien. Zum zweiten Abend zur Geschichte des Judentums im Donauraum luden das Balassi-Kulturinstitut, die ungarische katholische Gemeinde Wien und der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit am 20. November ins Collegium Hungaricum ein: „Himmels.Richtungen. Die Vielfalt jüdischer Strömungen zwischen Wien und Budapest".
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EIN GANZ GEWÖHNLICHER JUDE

Wien. Am 14. Mai präsentierte Jörg Stelling in unserer Bibliothek das Theaterstück "Ein ganz gewöhnlicher Jude" von Charles Lewinsky. Das Stück dreht sich um den Journalisten, der mit der Bitte einer Klasse konfrontiert ist, die jüdische Identität aus der Sicht eines Juden darzustellen.
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Für Goldfarb ist es klar, dass er der Einladung keine Folge leisten wird; er hat keine Lust, sich von einer Schulklasse bestaunen zu lassen. Wortreich, pointiert und manchmal zynisch beschreibt er das Spannungsfeld zwischen altem Antisemitismus und neuer politischer Korrektheit - und dabei möchte Emanuel Goldfarb doch nichts lieber sein, als „Ein ganz gewöhnlicher Jude".
Jörg Stelling hat diesen Charakter beeindruckend und fulminant dargestellt.
Links
Zum Stück von Charles Lewinsly hagalil.com
Website von Jörg Stelling link

JUDENTUM AUS ERSTER HAND

Wien. Auf Einladung der Pfarrgemeinderats-Akademie der Erzdiözese Wien stellte Oberrabbiner Chaim Eisenberg am 10. März 2014 in der Bibliothek des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit das Judentum vor.
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EIN VORGESCHMACK AUF DIE KOMMENDE WELT

Hofmeister, der seit 2008 in Wien als Gemeinderabbiner tätig ist, erklärte, dass alles im täglichen jüdischen Leben einen spirituellen Aspekt habe. Menschen sollen tätig sein, und was sie geschaffen hätten, stünde dann für ihr Leben zur Verfügung. Aber diese Tätigkeit im realen Leben habe auch eine Auswirkung auf die parallele, geistliche Dimension. Entsprechen wir dem Willen Gottes in der physischen Dimension des irdischen Lebens, dann tun wir auch dem Körper in der geistlichen Parallelrealität Gutes, entsprechen wir diesem Willen nicht, schwächen wir diesen geistlichen Körper.Anders gesagt: Der Mensch nutzt in der geistlichen Dimension nach seinem Tod das, was er sein Leben lang geschaffen hat.
Der Schabbat, so Hofmeister, sei ein Vorgeschmack auf diese kommende Welt. Denn auch am siebenten Tag nutzen Juden nur das, was sie während der Woche geschaffen und vorbereitet haben haben. Am Schabbat gebe es keine neue schöpferische Tätigkeit und kein Planungen für die kommende Woche.
Hofmeister erklärte, alle Gebote hätten ihren Sinn. Die sieben noachidischen Gebote (Verbot von Mord, Diebstahl, Götzenanbetung, sexuelle Unmoral, Brutalität gegen Tiere, Gotteslästerung und das Gebot der Einführung von Gerichten als Ausdruck der Wahrung des Rechtsprinzips) seien für alle Menschen gültig, und notwendig für eine funktionierende Gesellschaft. Die 613 Gebote der Tora, worunter auch die Zehn Gebote und somit die Schabbatvorschriften fallen, seien für Nichtjuden nicht relevant.
Und um Verwirrung zu vermeiden, hätten die christlichen Kirchenväter damals bewusst den Sonntag als christlichen heiligen Tag festgelegt.
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Christen haben eben keinen Schabbat, sondern einen als Ruhetag konzipierten wöchentlichen Festtag.
„DER SCHABBAT IST KEIN KARGES DASEIN"
In der nachfolgenden Diskussion beantwortete Hofmeister zahlreiche Fragen der interessierten Zuhörerinnen und Zuhörer und räumte einige Missverständnisse aus.
Nein, es sei einem Juden nicht erlaubt, ihm am Schabbat verbotene Tätigkeiten durch einen Nicht-Juden erledigen zu lassen. Ja, an diesem Tag sei eben nur das verfügbar, was vorher geschaffen wurde. Nicht nur am Schabbat, sondern genauso jeden anderen Tag der Woche finden in den Synagogen morgens, mittags und abends die dreimal täglichen Gottesdienste statt; der Schabbat ist also kein besonderer "Synagogen-Gehtag".
Aber: Die Schabbatvorschriften dürfen nicht, sondern müssen sogar übertreten werden, wo Leben in Gefahr ist, und auch in spezifischen Fällen, wo durch ein und dieselbe Handlung ein Gebot zu erfüllen ist, obwohl dieselbe Handlung in anderem Zusammenhang am Schabbat verboten wäre: zum Beispiel der Schnitt bei der Beschneidung eines acht Tage alten Buben.
„Der Schabbat ist kein karges Dasein", betont Hofmeister. Das Judentum an und für sich sei lebensbejahend und freudig, aber immer im Maß. Wichtiger sei der goldene Mittelweg. Am Schabbat fühle man besonders stark, dass die irdische Welt einen spirituellen Zweck hat.
Heinz Weinrad, Pfarre St. Johann Nepomuk
 
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BEWEGENDE ERINNERUNGEN AN EINE SCHRECKLICHE ZEIT

Wien. Am 5. November fand im Saal der Pfarre St. Johannes Nepomuk in der Wiener Leopoldstadt ein Abend zum Gedenken an das Novemberpogrom von 1938 statt. Zeitzeuginnen und ein Zeitzeuge erinnerten sich, wie sie als Kinder jüdischer Herkunft in den Pfarren St. Johannes Nepomuk und St. Leopold freundlich aufgenommen wurden und ihre Familien vielfältige Hilfsangebote erhalten hatten.
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ICCJ KONFERENZ 2013

Aix en Provence. Im wunderschön gelegenen Tagungsort La Baume in der Nähe von Aix en Provence/ Frankreich fand vom 30. Juni bis 3. Juli 2013 die alljährliche Konferenz des ICCJ (International Council of Christians and Jews) statt. Etwa 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, so viele wie noch nie in der bisherigen Geschichte der ICCJ, kamen hier zusammen, um sich mit dem Thema „Säkularität: Möglichkeit oder Gefahr für die Religionen? Französische Erfahrungen und globale Perspektiven" zu beschäftigen.
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ZWISCHEN WIEN UND BUDAPEST

Wien. Zwei hochrangige Fachleute stellten am 21. Mai im Collegium Hungaricum Wien jüdische Familien-Geschichte(n) zwischen Wien und Budapest vor. Katalin Fenyves und Georg Gaugusch waren sich darin einig, dass das jüdische Bürgertum im 19. Jahrhundert eine neue gesellschaftliche Entwicklung darstellte, für die es bis dorthin noch kein Vorbild gegeben hatte. Der Autor, Literaturkritiker und Ungarn-Kenner Cornelius Hell moderierte den Abend.
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GIONAL UND MULTINATIONAL
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DER JÜDISCHE JESUS

Wien. „Um Jesus streiten Christen und Juden von Anfang an“, sagte Rabbiner Schlomo Hofmeister bei einem Gesprächsabend am 30. Jänner im Nepomuksaal in der Leopoldstadt: „Nur mit dem Unterschied: Heute trinken wir im Anschluss an unser Gespräch ein Glas miteinander, vor 600 Jahren wäre ich am Ende auf dem Scheiterhaufen gelandet.“
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ABRAHAM UND DER DIALOG DER RELIGIONEN

Graz. „Abraham – Basis für den interreligiösen Dialog von Judentum, Christentum und Islam?“ hieß das Thema einer Veranstaltung, zu der das Grazer Komitee für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Zusammenarbeit mit der Katholisch-theologischen Fakultät am 13.November 2012 eingeladen hatte.
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BEGEGNUNG IN DER SYNAGOGE

Linz. Mehr als 100 Besucherinnen und Besucher folgten am 3. Mai 2012 der Einladung der Israelitischen Kultusgemeinde und des Forums St. Severin zur 27. Begegnung in die Linzer Synagoge. Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg und Markus Schlagnitweit, Hochschulseelsorger, Weitwanderer und Pilger, sprachen über das Thema „Die Wallfahrt“.

PAPST BENEDIKT XVI. UND DER JUDE JESUS

Wien. Am 29. März 2012 lud der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit zu einer ungewöhnlichen Gesprächsrunde an einem außergewöhnlichen Ort: Im jüdischen Gemeindezentrum Wien wurde über die Jesus-Bücher von Papst Benedikt XVI. diskutiert.
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WAS DURCH LEBEN TRÄGT


Wien. Der Wert einer Gesellschaft wird einmal daran gemessen werden, wie sie ihre Alten behandelt hat. Ausgehend von diesem Satz Albert Einsteins fand am 17.11.2011 ein gemeinsames Schulprojekt dreier Gymnasien statt. 30 Schülerinnen und Schüler des Akademischen Gymnasiums (AKG), des Zwi Perez Chajes (ZPC) Gymnasiums  und des Evangelischen Gymnasiums trafen einander, um ältere Menschen mit jüdischem und christlichem Hintergrund zu befragen, welche Symbole, Werte und Erinnerungen sie durchs Leben getragen haben.
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LANGE NACHT DER WURZELSUCHE

Wien. Die Suche begann bereits auf der Website, was bei der Langen Nacht der Kirchen zum Themenkreis „Israel, Jüdisches, Hebräisch“ in Wien angeboten wird. Das Ergebnis war für eine einzelne Person zu umfassend, um alles binnen weniger Stunden zu besichtigen. Aber im Rahmen des Gesamtangebots der rund 2600 Veranstaltungen österreichweit verhältnismäßig klein.mehr …

VORGEBURTLICHES LEBEN

Graz. Wann beginnt menschliches Leben? Mit dieser Frage und den ethischen und religiösen Herausforderungen durch die Reproduktionsmedizin beschäftigte sich eine interreligiöse Veranstaltung am 30. November 2011 in der Synagoge, die das Grazer Komitee für christlich-jüdische Zusammenarbeit initiierte.
 
In ihren Einleitungsworten zu diesem Abend machte die Vorsitzende des Grazer Komitees, Sabine Maurer, darauf aufmerksam, dass der religiöse Aspekt in den öffentlichen Debatten über medizinethische Themen häufig zu kurz kommt, bzw. bewusst ausgeblendet wird. Daher sollten an diesem Abend einmal die religiösen Hintergrundanschauungen der drei Bekenntnisse in den Blick genommen werden, ihre je spezifische Sicht vom menschlichen Leben und wie damit umzugehen ist.

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Die weithin bekannte Auffassung der röm.-katholischen Kirche erläuterte Herr Professor Walter Schaupp vom Institut für Moraltheologie der Universität Graz im Podiumsgespräch. Die katholische Auffassung, wonach mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle das menschliche Leben beginnt, unterscheidet sich sowohl von jüdischer als auch islamischer Sichtweise: Nach jüdischer Überzeugung, so Willy Weisz, (Vizepräsident des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit) wird dem Embryo bis zum 40. Tag nach der Befruchtung ein geringerer Status zugesprochen als nach Ablauf dieser Frist, da ab diesem Zeitpunkt der Embryo als beseelt gilt. Daher sollte eine Abtreibung nach Möglichkeit vor dieser Frist stattfinden.
Die islamische Vertreterin Zeynep Elibol (Direktorin der Islamischen Fachschule für soziale Berufe) erläuterte ihre Tradition, in der der Embryo einen abgestuften Schutz genießt: Hier spielt in einigen Rechtsschulen der 40. Tag, in anderen  der 120. Tag nach der Befruchtung eine Rolle, ab dem der Embryo als beseelt angesehen wird. Die islamische und die jüdische Ansicht waren sich in vielen Punkten sehr ähnlich. So bejahen beide beispielsweise die In-Vitro-Fertilisation, wenn Samen- und Eizellenspenden von verheirateten Ehepartnern stammen und für ihren Nachwuchs eingesetzt werden.
 
Alle drei Diskussionspartner waren sich darin einig, dass die Forschung im Bereich der Reproduktionsmedizin weitergeführt werden solle, dass aber ein verantwortungsvoller Umgang mit diesen Möglichkeiten auch von den Kirchen und GlaubensGemeinschaften einzufordern sei. Die Podiumsdiskussion endete mit der Feststellung, dass ein interreligiöses Gespräch zu den Fragen des vorgeburtlichen Lebens aus unterschiedlicher religiöser Sicht sehr wertvoll und das Lernen aus den Traditionen der anderen weiterzuführen sei. Der Abend schloss mit angeregten Gesprächen bei Brot und Wein im Veranstaltungsraum der Synagoge.

Sabine Maurer

BEGEGNUNG MIT DEM JUDENTUM

Wien. Etwa 50 Personen nutzten die Chance zur Begegnung mit dem Judentum beim Ökumene-Fachtag des Vikariats Wien-Stadt der Erzdiözese Wien. Er fand am 3. November 2011 in der röm.kath. Pfarre Am Tabor in Wien Leopoldstadt statt und wurde gemeinsam mit dem Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit gestaltet.

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NORBERT HÖSLINGER (1930-2011)

Prof. Dr. Dr.hc Norbert Höslinger, Augustiner-Chorherr des Stifts Klosterneuburg und Ehrenvorstandsmitglied des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit, ist am 1. April 2011 im 81. Lebensjahr verstorben. Die Verankerung des christlich-jüdischen Dialogs im Gottesdienst war sein großes Anliegen.mehr …

INTERRELIGIÖSER DIALOG

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INTERRELIGIÖSER DIALOG
Der Warschauer Mathematiker und Philosoph Stanislaw Krajewski sprach am 22. März 2011 im Rahmen der Generalversammlung des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit über „Die Philosophie des interreligiösen Dialogs und das Judentum“.mehr …

ERNST DEGASPERI: FREUND ISRAELS UND DES JUDENTUMS

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Wien. Am Donnerstag, 20. Jänner 2011 luden der Katholische Akademikerverband - Forum Zeit und Glaube und der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit zu einer Ausstellung mit Werken von Ernst Degasperi ins Otto Mauer Zentrum.
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LEKKJ-JAHRESKONFERENZ 2010 IN BUDAPEST

Budapest - Die LEKKJ (Lutherische Europäische Kommission Kirche und Judentum) traf vom 10. bis 13. Juni 2010 in Budapest zu ihrer 35. Jahreskonferenz zusammen. Das Thema der Tagung war „Antisemitismus in Europa“. Die Hauptvorträge befassten sich überwiegend mit der neueren politischen Entwicklung in Ungarn.
Der Budapester Psychoanalytiker Ágoston Schmelovszky referierte über den psychologischen Hintergrund der rechtsradikalen Bewegungen in Ungarn und Osteuropa im 20. Jahrhundert, die Wiener Zeithistorikerin Regina Fritz über Holocausterinnerung und Antisemitismus in Ungarn nach 1945. In den Länderberichten der Delegierten kam deutlich zum Ausdruck, dass das Phänomen des Antisemitismus europaweit Anlass zur Sorge gibt. Neben den aktuellen gesellschaftspolitischen Entwicklungen in Ungarn wurde in  besonderer Weise die Situation in Norwegen angesprochen, wo es gegenwärtig eine breite öffentliche Debatte über antisemitische Vorfälle gibt.
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GENERALVERSAMMLUNG 2009

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Eine große Zahl von Mitgliedern und Gästen konnte Koordinierungsausschuss-Präsident Helmut Nausner zur Generalversammlung am 4. März 2009  in den Räumen der Evangelisch-Theologischen Fakultät Wien begrüßen. Unter anderen waren der lutherische Bischof i.R. Herwig Sturm als Vorsitzender des Ökumenischen Rates der Kirchen, der katholische Innsbrucker Diözesanbischof Manfred Scheuer als Ökumenebeauftragter der Bischofskonferenz, IKG-Generalsekretär Raimund Fastenbauer und Pro Oriente Präsident Johann Marte gekommen.
Bei der Neuwahl des Vorstands wurden die bisherigen Vorsitzenden Pastor Prof. Helmut Nausner, Prof. Martin Jäggle und Willy Weisz in ihren Funktionen bestätigt. Weiters wurden in das Vorstandsteam gewählt: Christoph Konrath (Jurist der Parlamentsdirektion als Finanzreferent), Eleonore Lappin (Historikerin als Schriftführer), Roland Werneck (Studienleiter der Evangelischen Akademie Wien), Ruth Schelander-Glaser (Mitarbeiterin der Diakonie für interkulturelle Projekte), Ferenc Simon (Pfarrer und Dechant in Wien Leopoldstadt) und Friederike Habsburg-Lothringen. Prof. Nausner dankte den scheidenden Vorstandsmitgliedern Gisela Porges und Brigitte Ungar-Klein für ihre Unterstützung der Vereinstätigkeit.mehr …

Ebach, Jürgen KEINE 2000 JAHRE CHRISTENTUM

Derzeit gibt es gefördert von den Landeskirchen, durchgeführt von zahlreichen Gemeinden und Gruppen, spektakuläre Veranstaltungen und Shows, die „2000 Jahre Christentum“ feiern. Was ich daran skandalös finde, ist nicht die merkwürdige Berechnung des genauen Datums. Ob Jesus vor 2000, vor 1999, schon vor 2003 oder erst vor 1995 Jahren geboren wurde, das scheint für den christlichen Glauben unerheblich. Ob es allerdings in unserem Bewusstsein seit 2000 Jahren das Christentum gibt, das ist für den christlichen Glauben keineswegs unerheblich.
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