In vielfältiger Weise ist das Judentum in der Kunst des Christentums präsent. Die orthodoxen Kirchen kennen eine kontinuierliche Verehrung und Darstellung alttestamentlicher Personen als Heilige. Im Westen finden wir die Figuren der „Ecclesia und Synagoga“, aber auch die Gegenüberstellung von „Gesetz und Gnade“ als Deutungen des Alten und des Neuen Bundes. Wir entdecken auch jüdische Attribute alttestamentlicher Propheten oder der Apostel. Seit der Schoa haben alle Kirchen eine neue Haltung gegenüber dem Judentum gefunden. Jüdische Traditionen werden nun als Teil der eigenen christlichen Identität wahrgenommen, etwa als Menora auf dem Tabernakel oder als Altarleuchter. Die Wertschätzung des Judentums würdigt dieses aber auch als Gegenüber, in seinem Anders-Sein.
Heute gilt es, das Erbe zu thematisieren und als Quelle für den christlich-jüdischen Lern- und Erneuerungsprozess der Kirchen zu entdecken.
Darstellungen des Judentum in den Kirchen in Österreich
Ausgewählte Beispiele
Dr. Markus Himmelbauer (Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit)
Das Judentum in der Bilderwelt der orthodoxen Kirchen
Dr. Ioan Moga (Universität Wien, Institut für historische Theologie: Theologie und Geschichte des Christlichen Ostens)
Marc Chagall – Erneuerer aus jüdischen und christlichen Quellen
HR Dr. Werner Kitlitschka (Universität Wien, Institut für Kunstgeschichte)
Kursbeitrag: 18 Euro
Anmeldung und Information
T: 01 89174 153 000
E: office.jife@vhs.a
