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Coordinating Committee for
Christian-Jewish Cooperation |
Jahresausstellung 2010im Garten der Religionen - Benediktinerstift Altenburg bei Horn
in Kooperation mit dem Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit
Geöffnet täglich von 10 bis 17 Uhr, letzter Einlass 16 Uhr
Preise
Eintritt in die gesamte Stiftsanlage mit Sonderausstellung
für Führungen: Tel.: 02982/ 3451-14
E-Mail:
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Der „Garten der Religionen“ im Benediktinerstift Altenburg bei Horn stellt symbolisch das Verhältnis der katholischen Kirche zu den nicht christlichen Bekenntnissen dar. Wege, Gewässer, Pflanzen und geometrische Formen versuchen, den programmatischen Text „Nostra Aetate“ des Zweiten Vatikanischen Konzils (1965) in die Landschaft zu übertragen.
Ein besonders enges Band besteht zwischen der Kirche und dem Judentum. Beide Bekenntnisse teilen den Großteil ihrer Heiligen Schriften miteinander: das Alte Testament bzw. den Tanach. Jesus aus Nazareth, wie auch seine Mutter Maria und die Apostel, waren zeitlebens toratreue Juden. Sie hatten nie im Sinn, dem Judentum eine andere Religion, das Christentum, gegenüber zu stellen.
Die Trennung war erst eine spätere Entwicklung. Jahrhunderte lang verachteten Christen und die Kirche das Judentum und bereiteten so den Boden für die Judenvernichtung des Nationalsozialismus. Das Zweite Vatikanische Konzil brachte eine Wende in diesen Beziehungen: Die Kirche anerkennt und würdigt die geistliche Verbundenheit beider Bekenntnisse.
Die Jahresausstellung 2010 im Garten der Religionen zieht Bilanz: Wo stehen christlich-jüdische Beziehungen heute? Was wurde in 45 Jahren seit "Nostra Aetate" erreicht? Was bedeutet das Judentum für den Glauben der Christinnen und Christen? Was sind Konfliktfelder aktueller Auseinandersetzungen?
Ausgehend von der "Lehre der Verachtung", dargestellt an den beiden symbolischen Frauengestalten "Ecclesia und Synagoga", wird in Textzitaten aus kirchlichen römisch-katholischen Stellungnahmen die Wandlung des christlich-jüdischen Verhältnisses beschrieben. Groß ist die Freude über das, was bereits erreicht wurde.
Doch bei aller Öffnung des christlichen Selbstverständnisses auf das Judentum hin, dürfen die Unterschiede nicht übersehen werden. Christen und Juden teilen die gemeinsame Heilige Schrift. Aber sie wird verschieden eingeteilt unt interpretiert. Die Zehn Gebote: Sind sie wirklich das ethische Fundamet für die gesamte Menschheit? Und können Juden und Christen gemeinsam Psalmen beten?
Der Weg von Christen und Juden zueinander ist nicht ohne Stolpersteine: Im Neuen Testament finden sich widersprüchliche Aussagen über "die Juden": Wertschätzung der jüdischen Tarditionen bis hin zu heftigster Polemik gegen sie und tiefster Verachtung. Wie können wir diese Gegensätze heute verstehen? Was gilt jetzt? Das Konzil hat dafür einen Maßstab vorgelegt, indem es seine Aussagen an den Römerbrief anknüpfte - und nicht an den Hebräerbrief. Die erneuerte Karfreitagsfürbitte "Für die Bekehrung der Juden" im tridentinischen Ritus hat die Frage der Judenmission erstrmals nach dem Konzil offen thematisiert. Die mehrheitlich verwendete Fürbitte im allgemeinen Messformular spricht eine ganz andere Sprache.
Ein zentraler Gedanke ist die "Erwählung Israels". Was bedeutet sie? Und was bedeutet es für alle, dier nicht jüdischen Glaubens sind? Dazu werden die „noachidischen Anweisungen“ thematisiert, ein Angebot des Judentums an die gesamte Menschheit, an den Verheißungen Gottes teilzuhaben.
Kommen Sie ins Stift Altenburg! Ein besonderer Ort, erwandern Sie Theologie zu Fuß. Ein spirituelles Erlebnis und eine Hilfe, den eigenen Glauben besser kennen zu lernen und zu vertiefen.
Kuratoren
