Hillel-Award 2026 vergeben
22/06/26 Hillel-Award | Praxis
Fünf Arbeiten von Schülerinnen und Schülern ausgezeichnet
Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit hat in Wien zum zweiten Mal den Hillel-Award vergeben. Im Rahmen einer Feierstunde in der Zwi Perez Chajes Schule wurden fünf vorwissenschaftliche Arbeiten von Schülerinnen und Schülern ausgezeichnet. Der mit 1.200 Euro dotierte Preis soll junge Menschen ermutigen, sich mit jüdischem Leben zu befassen und sich für Respekt, Verständigung und gegen Antisemitismus einzusetzen.
Am 27. Mai 2026 wurde in Wien zum zweiten Mal der Hillel-Award verliehen. Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit vergibt den Preis, um junge Menschen zu ermutigen, sich intensiv mit jüdischem Leben in Österreich, mit Geschichte sowie mit aktuellen gesellschaftlichen und politischen Fragen auseinanderzusetzen – und sich für ein respektvolles Miteinander und gegen Antisemitismus einzusetzen. Der Hillel-Award ist mit 1.200 Euro dotiert.
Die Preisverleihung fand im Rahmen einer Feierstunde in der Zwi Perez Chajes Schule in Wien statt. Grußworte kamen u. a. von Ministerin Claudia Bauer, Regina Polak (Präsidentin des Koordinierungsausschusses), Bischof Tiran Petrosyan (Vorsitzender des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich, ÖRKÖ) sowie Natalie Neubauer (IKG-Bildungsbeauftragte).
Bischof Petrosyan betonte die Bedeutung von Respekt, Verständnis und Dialog zwischen Religionen und Kulturen. Zugleich hob er hervor, dass Wissen besonders dann wirksam wird, wenn daraus Begegnung, Menschlichkeit und Verantwortung im Alltag entstehen – in Gemeinden, Schulen und Familien. Ministerin Bauer verwies auf die Wichtigkeit, sich kritisch und neugierig mit Geschichte und Glauben zu beschäftigen, um Verantwortung für das gesellschaftliche Miteinander zu übernehmen, und erinnerte an die „Goldene Regel“, die mit dem Namen Hillel verbunden ist.
Ausgezeichnete Arbeiten (Hillel-Award 2026)
- Katharina Marie Longer (Bischöfliches Gymnasium St. Ursula, Klagenfurt): „Die israelische Siedlungspolitik. Eine politische und rechtliche Betrachtung“
- David Zvi Sudwarts (Zwi Perez Chajes Schule, Wien): „Die Positionen der UNO im Nahostkonflikt unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklungen seit dem 7. Oktober 2023. Einseitige Parteinahme der Vereinten Nationen oder eine sinnvolle Vermittlerrolle?“
- Abigal-Ajala Yakopow (Zwi Perez Chajes Gymnasium): „Der Mossad und der Fall-Eichmann. Historische Realität im Vergleich zum Film "The Eichmann Show"“
- Amit Sharon (Wiener Oberstufenrealgymnasium Rudolf Steiner): „Die Entwicklung jüdischer Identität zwischen Religion, Diaspora und dem Staat Israel. Historische Bewegungen jüdischer Gesellschaften“
- Jonathan Unger (BRG Baden Biondekgasse): „The Instrumentalization of Holocaust Memory in the United States of America – Analysis of American Holocaust Perceptions“
Ort mit Geschichte
Regina Polak erinnerte in ihrem Grußwort an die Geschichte der Zwi Perez Chajes Schule und ihres Gründers Hirsch (Zwi) Perez Chajes: von der Gründung eines jüdischen Realgymnasiums 1919, über die Zerschlagung durch die Nationalsozialisten, bis zur Wiedererrichtung der Bildungsstätte ab den 1970er-Jahren und dem heutigen Campus am Simon-Wiesenthal-Platz. Die historische Rückschau unterstrich die zentrale Bedeutung von Bildung für jüdisches Leben – und die Verantwortung, Verständigung und Zusammenhalt zu stärken.
Die Preisverleihung fand im Rahmen einer Feierstunde in der Zwi Perez Chajes Schule in Wien statt. Grußworte kamen u. a. von Ministerin Claudia Bauer, Regina Polak (Präsidentin des Koordinierungsausschusses), Bischof Tiran Petrosyan (Vorsitzender des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich, ÖRKÖ) sowie Natalie Neubauer (IKG-Bildungsbeauftragte).
Bischof Petrosyan betonte die Bedeutung von Respekt, Verständnis und Dialog zwischen Religionen und Kulturen. Zugleich hob er hervor, dass Wissen besonders dann wirksam wird, wenn daraus Begegnung, Menschlichkeit und Verantwortung im Alltag entstehen – in Gemeinden, Schulen und Familien. Ministerin Bauer verwies auf die Wichtigkeit, sich kritisch und neugierig mit Geschichte und Glauben zu beschäftigen, um Verantwortung für das gesellschaftliche Miteinander zu übernehmen, und erinnerte an die „Goldene Regel“, die mit dem Namen Hillel verbunden ist.
Ausgezeichnete Arbeiten (Hillel-Award 2026)
- Katharina Marie Longer (Bischöfliches Gymnasium St. Ursula, Klagenfurt): „Die israelische Siedlungspolitik. Eine politische und rechtliche Betrachtung“
- David Zvi Sudwarts (Zwi Perez Chajes Schule, Wien): „Die Positionen der UNO im Nahostkonflikt unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklungen seit dem 7. Oktober 2023. Einseitige Parteinahme der Vereinten Nationen oder eine sinnvolle Vermittlerrolle?“
- Abigal-Ajala Yakopow (Zwi Perez Chajes Gymnasium): „Der Mossad und der Fall-Eichmann. Historische Realität im Vergleich zum Film "The Eichmann Show"“
- Amit Sharon (Wiener Oberstufenrealgymnasium Rudolf Steiner): „Die Entwicklung jüdischer Identität zwischen Religion, Diaspora und dem Staat Israel. Historische Bewegungen jüdischer Gesellschaften“
- Jonathan Unger (BRG Baden Biondekgasse): „The Instrumentalization of Holocaust Memory in the United States of America – Analysis of American Holocaust Perceptions“
Ort mit Geschichte
Regina Polak erinnerte in ihrem Grußwort an die Geschichte der Zwi Perez Chajes Schule und ihres Gründers Hirsch (Zwi) Perez Chajes: von der Gründung eines jüdischen Realgymnasiums 1919, über die Zerschlagung durch die Nationalsozialisten, bis zur Wiedererrichtung der Bildungsstätte ab den 1970er-Jahren und dem heutigen Campus am Simon-Wiesenthal-Platz. Die historische Rückschau unterstrich die zentrale Bedeutung von Bildung für jüdisches Leben – und die Verantwortung, Verständigung und Zusammenhalt zu stärken.
